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Nach dem Tod von Malte C. 

Stadtteilpolitiker besuchen Boxzentrum

Münster

Eine Spende bot den Stadtteilpolitikern der Bezirksvertretung Ost die Möglichkeit, das Boxzentrum zu besuchen. Zur Sprache kam auch der „Fall Malte C“.

Von Clara Spickernagel

Mitglieder der Bezirksvertretung Münster-Ost trafen sich mit den Verantwortlichen des Boxzentrums, um die Verwendung einer Spende und die aktuelle Situation nach dem Tod von Malte C. zu besprechen. Foto: Clara Spickernagel

Im Oktober überreichte die Bezirksvertretung Münster-Ost eine Spende in Höhe von 1500 Euro an das Boxzentrum Münster e.V.. Am vergangenen Mittwoch trafen sich die Projektinitiatoren erneut mit Vertretern der Bezirksvertretung (BV), um über die Verwendung der Spende zu sprechen, die die Solidarität und Wertschätzung der BV mit dem Zentrum ausdrückt.

Dieses macht es sich seit 16 Jahren zur Aufgabe, Kindern und Jugendlichen sowohl Zugang zum Boxsport als auch Unterstützung in der Schule und im Alltag zu bieten. In den letzten Monaten musste das Boxzentrum zahlreiche Anfeindungen über sich ergehen lassen. Diese waren Reaktionen auf den Tod von Malte C. beim Christopher-Street-Day (CSD) in Münster, da der mutmaßliche Täter auch einmal Teil des Boxzentrums war – allerdings schon seit vier Jahren nicht mehr.

„Diversität positiv gelebt“

„Das bildet das, was hier tagtäglich geleistet wird, nicht fair ab, hier wird jeden Tag Diversität positiv gelebt“, sagte Prof. Dr. Vatanparast, einer der Initiatoren des Projekts.

In dem Zentrum wird das Training mit Förderunterricht verknüpft – das Abliefern von konstanten Leistungen in der Schule ist für die Jugendlichen sogar Bedingung, um an den Boxstunden teilzunehmen.

76 Kinder aus 27 Nationen werden nach diesem Konzept betreut. Vatanparast erklärte, dass jede noch so kleine Spende gebraucht werde, damit die Existenz des Zentrums gesichert werden könne. Besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Energiekostenkrise fließen Spenden wie die der Bezirksvertretung direkt in die Erhaltungskosten des Clubs.

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