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Warnstreik am Uniklinikum

Stationen und OP-Säle geschlossen

Münster

Streik am Uniklinikum Münster für bessere Bezahlung: Nach ergebnislosen Tarifrunden im öffentlichen Dienst wollen Beschäftigte der Uniklinik am Mittwoch (10. November) die Arbeit niederlegen. Das hat Folgen auf den Betrieb im Klinikum.

Von Pjer Biederstädt

Nach der in der Vorwoche gescheiterten zweiten Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder sollen am Mittwoch (10.11.21) die Beschäftigten der Uniklinik Münster die Arbeit niederlegen. Die Gewerkschaft Verdi hat außerdem zum Streik in den Unikliniken in Bonn, Essen, Düsseldorf und Köln aufgerufen. Foto: UKM

Trotz steigender Infektionszahlen in der Corona-Pandemie und zum Teil ausgelasteter Intensivstationen hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zu einem eintägigen Warnstreik an mehreren Universitätskliniken in NRW aufgerufen – auch in Münster.

Nach der gescheiterten zweiten Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder wollen Beschäftigte der Uniklinik Münster (UKM) am Mittwoch die Arbeit niederlegen. Die Gewerkschaft rechnet nach eigenen Angaben in Münster mit 200 bis 300 Teilnehmenden.

Verschiebung von nicht akuten Eingriffen

Das hat Auswirkungen auf den Betrieb im UKM. Das Klinikum teilt mit, dass am Mittwoch auf den Stationen, in den Ambulanzen und im OP-Bereich im Wochenend- und Feiertagsbetrieb gearbeitet werde. Mehrere Stationen und OP-Säle müssten geschlossen werden.

Streiks auch
an Uni und Fachhochschule

Für die Dauer des Streiks haben Verdi und die Klinik eine Notdienstvereinbarung geschlossen, um die Patientenversorgung sicherzustellen. Dies gelte speziell für Notfälle, Unfallopfer, Kinder, herzkranke oder krebskranke Patientinnen und Patienten. Auch die Versorgung von Corona-Infizierten auf der Intensivstation sei sichergestellt. Bei planbaren, nicht akuten Eingriffen werde es zu Verschiebungen kommen. Gleiches gelte für die Ambulanzen und Sprechstunden in allen Bereichen, teilt das UKM mit.

Demo auf dem UKM-Gelände

Verdi plant für Mittwoch um 9 Uhr eine Kundgebung in der Domagkstraße und einen Demonstrationszug über das Klinikgelände. Um 12 Uhr sei eine Fotoaktion vor der Klinikrampe vorgesehen, heißt es.

Verdi und weitere Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder eine Einkommenserhöhung um etwa fünf Prozent, mindestens aber 150 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Beschäftigte des Gesundheitswesens sollen laut Verdi „tabellenwirksam“ monatlich 300 Euro mehr erhalten, Azubis 100 Euro.

Neben dem UKM sollen auch die Kliniken in Bonn, Essen, Düsseldorf und Köln bestreikt werden.

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