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CDU-Tweet mit Baerbock-Fotomontage

Stefan Nacke: „Das war mit mir nicht abgesprochen“

Münster

Das war ein CDU-Mitarbeiter wohl etwas zu voreilig. Der CDU-Kreisvorsitzende Hendrik Grau ließ einen Tweet löschen, den die Geschäftsstelle zuvor abgesetzt hatte. Er enthielt eine Fotomontage mit einem vermeintlichen Buch der grünen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock.

Von Klaus Baumeister

CDU-Bundestagskandidat Stefan Nacke sagt, dass der Tweet mit ihm nicht abgesprochen gewesen sei. Foto: CDU Münster

„Der in Rede stehende Post war mit mir nicht abgesprochen.“ Sehr verschnupft reagierte am Dienstag der CDU-Bundestagskandidat Dr. Stefan Nacke auf einen Vorgang, der am Tag zuvor für Diskussionen gesorgt hatte. Auf Twitter hatte die CDU-Geschäftsstelle einen Tweet abgesetzt, der eine Fotomontage zu einem vermeintlich von der grünen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock veröffentlichten Buch unter dem Titel „Meine schönsten Lebensläufe“ enthielt.

Die Fotomontage spielt auf Plagiatsvorwürfe im Zusammenhang mit einer Buchpublikation und der öffentlichen Debatte über Baer­bocks Lebenslauf an. Die Grüne hatte ihren geschönten Lebenslauf nachträglich korrigieren müssen und steckte dafür Kritik ein.

Kreisvorsitzender veranlasste Löschung des Tweets

Der CDU-Tweet wurde nach Auskunft des CDU-Kreisvorsitzenden Hendrik Grau auf seine Veranlassung hin wieder gelöscht. Zuvor hatte er im Netz eine Kontroverse ausgelöst. Wie Grau weiter erklärte, sei die Fotomontage „durch einen Mitarbeiter der CDU in der Hitze des Wahlkampfes gepostet“ worden.

Grau selbst ließ keinen Zweifel an seinem Missfallen: „Wir müssen uns über Wege und Inhalte der Politik und nicht über den Lebenslauf der Grünen Kanzlerkandidatin mit den politischen Wettbewerbern auseinandersetzen.“ Auch Nacke ging auf Distanz: „Ich stehe für sachlich-inhaltliche Auseinandersetzung und einen fairen Wahlkampfstil“, teilte er unserer Zeitung in einer Stellungnahme mit.

Klein-Schmeink: „Völlig uninteressant“

Die Bundestagskandidatin der Grünen, Maria Klein-Schmeink, sprach unterdessen von „Kinkerlitzchen“. Der Vorgang sei „völlig uninteressant“. 

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