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Schwester Hiltrud wirbt für die Aktion „Mehr Raum für Nähe“

Stricken für guten Zweck

Münster

Ihre Berufung ist es, Menschen zu begleiten. Und dazu gehören auch Frühgeborene und kranke Neugeborene im St.-Franziskus-Hospital. Schwester M. Hiltrud Wacker unterstützt nun auch die Kampagne „Mehr Raum für Nähe“.

Die Schwestern Stephanie, Beatinis und Leonardi (vorne, v.l.) und die Schwestern Hiltrud und Cäcilia, Oberin des Mutterhauses (hinten), schaffen ganzjährig Wolliges, Warmes und Praktisches. Foto: St.-Franziskus-Hospital

Schwester M. Hiltrud Vacker war sofort Feuer und Flamme: „Als man mich fragte, ob ich die Spendenkampagne ‚Mehr Raum für Nähe‘ unterstützen will, habe ich spontan zugesagt. Und bis heute bin ich gerne dabei, habe viel Neues gelernt und tolle Erfahrungen gemacht“, berichtet die 65-Jährige, die hauptberuflich als Provinzrätin in der Ordensleitung der Mauritzer Franziskanerinnen tätig ist.

Ihre Berufung ist es, Menschen zu begleiten. Und dazu gehören auch Frühgeborene und kranke Neugeborene im St.-Franziskus-Hospital. Vor allem dann, wenn sie auf der Intensivstation behandelt werden müssen und die Nähe zu Mutter und Vater dringend zum Gesundwerden brauchen.

Neue Frühchenstation

Für ihr Engagement beim Spenden sammeln für die neue Frühchenstation heißt das: Die Mitschwestern immer wieder zum Stand der Dinge informieren, neue Ideen entwickeln, andere vom Mitmachen überzeugen und natürlich auch selbst dabei sein. Zum Beispiel beim Handarbeiten, damit auch beim diesjährigen Weihnachtsbasar im St.-Franziskus-Hospital das Angebot möglichst groß wird und viele Spenden für „Mehr Raum für Nähe“ zusammen kommen: „Das Motivieren fällt nicht schwer“, lobt Schwester Hiltrud, „denn die Schwestern stricken mit Begeisterung und haben am Ende eines Jahres schon wieder das kommende Weihnachtsfest vor Augen. Wir würden uns alle freuen, wenn 2021 wieder ein echter Basar mit persönlichen Gesprächen mit Käuferinnen und Käufern stattfinden könnte.“

Ansprechpartnerin der Spendenkampagne

Schwester Hiltrud selbst unterstützt überall, wo sie gebraucht wird: Sie schnitzt mit Kindern Tau-Kreuze aus Holz beim Familienfest, ist als Ansprechpartnerin für Fragen zur Spendenkampagne beim Franziskus-Benefiz-Golfturnier dabei, packt immer wieder beim Waffeln backen an und nutzt konsequent ihre Kontakte für die gute Sache, wie es in einer Pressemitteilung des St.-Franziskus-Hospitals heißt.

Ihre Liebe zu den Kleinen entdeckte Schwester Hiltrud schon früh: Vor dem Eintritt in den Orden der Mauritzer Franziskanerinnen leitete die Nottulnerin einen Kindergarten. Durch ihre Tätigkeit als Sonntagshelferin im örtlichen Krankenhaus kam sie in Kontakt mit der dortigen Ordensgemeinschaft. Daraus entwickelte sich der Wunsch, selbst in eine Gemeinschaft einzutreten: Sie entschied sich vor über 40 Jahren für die Mauritzer Franziskanerinnen.

Lehrerin für Gesundheitsberufe

Ihr Motiv von damals, mit Menschen unterwegs sein und sie auf ihrer Suche nach neuen Lebensmöglichkeiten zu begleiten, trägt sie bis heute. Nach einer Ausbildung zur Krankenschwester und zur Lehrerin für Gesundheitsberufe war die heutige Provinzrätin an verschiedenen Standorten tätig.

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