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Anstieg zwischen 15 und 30 Prozent

Stadtwerke kündigen Erhöhungen an: Strom und Gas werden teurer

Münster

Nach der Preiserhöhung ist vor der Preiserhöhung. Die Stadtwerke Münster kündigen für die kommenden Monate eine Erhöhung bei den Strom- und Gaspreisen zwischen 15 und 30 Prozent an.

Von Klaus Baumeister

Die Stadtwerke erhöhen die Preise. Foto: Matthias Ahlke

Stadtwerkekunden werden sich in diesem Jahr bei der Strom- und Gasversorgung auf deutlich steigende Preise einstellen müssen. Das erklärte der Stadtwerke-Geschäftsfrüher Sebastian Jurczyk am Montag bei der Vorstellung der Jahresbilanz für 2021. Der Geschäftsführer nannte Preissteigerungen zwischen 15 und 30 Prozent.

In einer parallel dazu veröffentlichten Pressemittelung werden folgenden Erhöhungen für den 1. September angekündigt. Danach steigt der Preis in der Strom-Grundversorgung und bei einem Jahresverbrauch von 1800 Kilowattstunden um 13,7 Prozent. Der Gaspreis in der Grundversorgung und bei einem Haushaltsverbrauch von 13 800 Kilowattstunden steigt um 26 Prozent. Nach Auskunft von Lisa Schmees, Pressesprecherin der Stadtwerke, befinden sich die meisten Stadtwerkekunden in der Grundversorgung. Die Verträge sind unbefristet.

Ob die Erhöhungen exakt in dieser Höhe und zu diesem Zeitpunkt umgesetzt werden, ist nach Auskunft von Schmees derzeit noch offen, unter anderem wegen der absehbar veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen. Als Teil des so genannten Osterpakets hat die Bundesregierung eine Entkoppelung der Grundversorgung von der Ersatzversorgung angekündigt. Die Ersatzversorgung gilt für alle Kunden, deren Versorgung die Stadtwerke übernehmen müssen, wenn der eigentliche Versorger in die Insolvenz gegangen ist.

Grundversorgung und Ersatzversorgung

Die Kunde können während der Zeit, in der sie sich in der Ersatzversorgung befinden, nicht in die Grundversorgung wechseln. Den Stadtwerken soll es nach vorliegenden Berichten in solchen Fällen erlaubt sein, die Tarife oberhalb der Grundversorgung anzusiedeln, sprich es ist teurer.

Tiefer in die Tasche müssen auch die Fernwärmekunden greifen. In diesem Jahr liegt der Preis bereits um 43 Prozent über dem des vergangenen Jahres. Wegen steigender Gaspreise, die zeitverzögert auf die Fernwärme durchschlagen, rechnen die die Stadtwerke für 2023 mit einer „voraussichtlich deutlichen Steigerung“.

Bei Bilanzpressekonferenz sagte Jurczyk, „dass die Energiepreise derzeit nur eine Richtung kennen, und zwar nach oben“. Wegen der kalten Witterung im vierten Quartal 2021 hätten die Stadtwerke beispielsweise – über die beim Vorlieferanten georderte Menge hinaus – Gas bestellen müssen. Allein dieser Einkauf habe in der Bilanz zu einem Minus von drei Millionen Euro geführt.

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