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Land finanziert Lernunterstützung in Schulen

Studierende helfen Schülern beim Aufholen

Münster

Die Schulen brauchen personelle Unterstützung um Kindern und Jugendlichen nach eineinhalb Corona-Schuljahren zu helfen. Die Universität Münster hat dafür die Lehramtsstudierenden. Der Synergieeffekt wird nun erneut genutzt.

Von Karin Völker

Regierungspräsidentin Dorothee Feller (l.) und NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (r.) freuten sich, den Förderbescheid für das neue Schüler-Unterstützungsprogramm durch Lehramtsstudierende an die Prorektorin der Uni Münster, Prof. Regina Jucks, zu übergeben. Foto: Oliver Werner

MünsterViele Kinder und Jugendliche können bekanntlich nach den eineinhalb Corona-Schuljahren Unterstützung gebrauchen – und Bund und Land haben Mittel für Aufholprogramme bereitgestellt. Schulen im Regierungsbezirk Münster haben jetzt noch ein weiteres Reservoir, um Schülerinnen und Schülern Unterstützung zukommen zu lassen: An der Universität Münster studieren rund 10 000 angehende Lehrerinnen und Lehrer, allein 417 von ihnen sind ab dem Herbst im Praxissemester. Sie arbeiten ohnehin 20 Wochen an jeweils einer Schule – und können nun dort einen bezahlten Extrajob leisten.

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer und Regierungspräsidentin Dorothee Feller überreichten am Dienstag Prof. Regina Jucks, der Prorektorin der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) einen Förderbescheid des Landes über 465 000 Euro für das Programm mit dem etwas sperrigen Namen „EinS-zWo“. Das ist die Abkürzung für „Einhunderttausend Stunden in 20 Wochen“ und umreißt den Umfang und zeitlichen Rahmen des Projekts. Die Fördermittel sollen für das ganze kommende Schuljahr gelten – es können also auch die Lehramtsstudierenden mitmachen, die ihre Praxisphase erst im Laufe des zweiten Schulhalbjahres absolvieren.

Honorarverträge über sechs Stunden pro Woche

Jeder und jede Studierende kann freiwillig bis sechs Stunden pro Woche im Rahmen eines Honorarvertrages Schülergruppen unterstützen und so zusätzlich beruflich Erfahrung sammeln. Welche Kinder und Jugendlichen in den Genuss des Extra-Coachings kommen, entscheiden die Lehrkräfte. „So gewährleisten wir, dass genau die Kinder gezielt zusätzliche Unterstützung bekommen, die dies besonders brauchen“, sagt Feller. Die Universität hatte die jetzt bewilligte Förderung mit einem erneuten Vorstoß bei der Bezirksregierung auf den Weg gebracht, nachdem ein ähnliches, nach dem ersten Schul-Lockdown gefördertes Kooperationsprogramm ausgelaufen war.

Alle Schulen im Regierungsbezirk können profitieren

Regierungspräsidentin Dorothee Feller ist es besonders wichtig, dass von der Hilfe alle Schulen im Regierungsbezirk Münster profitieren können, an denen die Lehramtsstudierenden ihr Praxissemester ableisten. Schulministerin Yvonne Gebauer hob bei der Übergabe des Förderbescheides hervor dass die Universität Münster die bisher einzige lehrerausbildende NRW-Hochschule sei, die ein solches Programm initiiert habe.

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