SPD-Bewerberin

Svenja Schulze will bei der Bundestagswahl 2021 kandidieren

Münster

Noch ein Jahr ist es bis zur Bundestagswahl. Jetzt gibt es bei Münsters SPD die erste Interessentin für eine Kandidatur. Und die ist prominent.

Dirk Anger

Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Foto: Jörg Carstensen/dpa Foto: Jörg Carstensen

Im Herbst nächsten Jahres steht die Bundestagswahl an. Während sich bei der CDU schon mehrere Bewerber für eine Kandidatur warmlaufen, scheint bei der SPD der See still zu ruhen. Doch nach Informationen unserer Zeitung gibt es bereits eine prominente Interessentin: Bundesumweltministerin Svenja Schulze will sich demnach im Dezember als Direktkandidatin der Sozialdemokraten im Wahlbezirk Münster aufstellen lassen, wie aus in der Regel gut informierten Kreisen der Partei zu hören ist. Eine entsprechende Anfrage unserer Zeitung ließ Schulze zunächst unbeantwortet.

Die 52-Jährige ist seit 2018 Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Im Zuge der Klimadebatten der jüngeren Vergangenheit hat die SPD-Politikerin bundesweite Aufmerksamkeit und mediale Präsenz erfahren. Ein Bundestagsmandat hatte Schulze bislang noch nicht. Bis März 2018 war sie Generalsekretärin der SPD in NRW und Mitglied des Landtags.

Robert von Olberg kandidiert nicht noch einmal

Der Weg für eine Bundestagskandidatur im Herbst 2021 scheint für Schulze nun aber geebnet. Der SPD-Unterbezirksvorsitzende Robert von Olberg, der 2017 für die Genossen im Wahlkreis Münster angetreten war, will es nicht erneut versuchen. „Ich stehe nicht noch mal zur Verfügung“, sagte der Parteichef auf Anfrage. Seine persönliche Lebensplanung habe sich geändert, erklärte der verheiratete Vater eines kleinen Kindes zum Hintergrund.

Den Fahrplan zur Nominierung des SPD-Bundestagskandidaten soll in den nächsten Tagen festgezurrt werden. Die amtierende Umweltministerin, die vier Jahre lang SPD-Vorsitzende in Münster war, dürfte bei ihrer als sicher geltenden Kandidatur breite Unterstützung in der Partei erfahren, heißt es. Abgesehen von Schulzes Interesse gibt es offiziell noch keine Bewerber. Auch auf der SPD-Landesliste dürfte sie für einen der Spitzenplätze gesetzt sein.

Dagegen muss sich die grüne Bundestagabgeordnete Maria Klein-Schmeink auf Gegenwind einstellen: Fabian Müller, Mitglied im Kreisvorstand, will gegen sie antreten.

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