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Fortnite-Europameisterschaften

Team aus Münster gewinnt Online-Turnier

Münster

Ein Team aus Münster hat die Fortnite-Europameisterschaften gewonnen. Dank des Siegs winken hunderttausende Euro an Preisgeld. Die Vorbereitung auf das Turnier war besonders.

Von Joel Hunold

In einem Bootcamp in Osnabrück haben sich Spieler auf die millionenträchtigen Turniere vorbereitet. Foto: Lootboy

Es ist geschafft, ein Team aus Münster ist Europameister und hat 300 000 Euro Preisgeld gewonnen. Wie bitte? Nicht mitbekommen, worum es geht? Na, um die Fortnite-Europameisterschaft. Fortnite, ein unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen beliebtes Spiel, bei dem die Spieler mit allerlei wildem Gerät probieren, als Letzter in einer sich verengenden Arena zu überleben.

Im Mai hat eine Reihe von größeren Online-Turnieren stattgefunden. Mit dabei, wie schon bei den Fortnite-Weltmeisterschaften 2019 in New York, war das Team „Lootboy E-Sports“, das in Münster beheimatet ist. Und deren Spieler „Queasy“ – ein junger 19-jähriger Serbe, der im echten Leben Aleksa Cvetkovic heißt – hat das Finale gewonnen. „Wir sind sehr glücklich“, sagte Lootboy-Gründer Arash Vatanparast nach dem Sieg. Das Unternehmen, welches mitten in der Altstadt sitzt, bietet digitale Zusatzinhalte für Spiele wie Fortnite an, die Spieler kaufen können, um sich Vorteile zu verschaffen. Das E-Sports-Team werde aus Marketinggründen betrieben, erläutert er.

Trainingslager für E-Sportler

Der nun erzielte Erfolg sei „hart erarbeitet“, so Vatanparast. Queasy und andere Top-Spieler wurden erst vor wenigen Monaten „eingekauft“. In einem „Bootcamp“, einer Art Trainingslager in eigens dafür gemieteten Räumen in Osnabrück, seien die aus mehreren Ländern Europas stammenden Spieler in den vergangenen sechs Wochen auf die Turniere, bei denen es nicht selten um Preisgelder in Millionenhöhe geht, vorbereitet worden. „Wir hatten Coaches vor Ort, die den Spielern gezeigt haben, wo sie Dinge verbessern können und wo sie vielleicht im Spiel einen falschen Weg gegangen sind“, sagt Lootboy-Mitbegründer André Kuschel. Vatanparast ergänzt: „Da konnten die Spieler in Ruhe trainieren.“ Auch vier weitere Spieler des Lootboy-Teams, die an dem Turnier teilgenommen haben, erreichten Platzierungen unter den besten 30, was neben den 300 000 Euro Preisgeld für den Sieg weitere 30 ­000 Euro bedeutet. Durch den Erfolg sei das E-Sports-Team mit Basis in Münster laut Vatanparast das sechstbeste in Europa.

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