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50-jähriges Bestehen

Telefonseelsorge: Hilfe in mehr als 400.000 Gesprächen

Münster

Die Telefonseelsorge Münster ist 50 Jahre alt. Und dabei jung geblieben: Zurzeit sind 85 Ehrenamtliche rund um die Uhr im Einsatz.

Seit 50 Jahren gibt es die Telefonseelsorge in Münster. Das Hauptthema ist seitdem das gleiche geblieben: Einsamkeit. Foto: Angelika Warmuth/dpa (Symbolbild)

Am 20. Juli 1972 startete um 7.15 Uhr die Arbeit der „TelefonSeelsorge Münster“. Unter der Leitung von Werner Inhülsen aus Hamburg begannen 52 Ehrenamtliche, überwiegend Frauen, ihre Tätigkeit am Telefon.

Seit dieser Zeit waren bis heute mehr als 800 Männer und Frauen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr für Menschen aus Münster und den umliegenden Kreisen am Telefon, zunächst unter der Festnetznummer 402 02 und 402 01, jetzt unter der bundesweit bekannten 0800/1110111. Vorausgegangen war eine mehr als zweijährige Vorarbeit, Planung und Organisation, die auf Initiative des evangelischen Pfarrers Christian Fuchs zurückging und laut Mitteilung als ökumenische „TelefonSeelsorge Münster“ gegründet wurde.

Zentrales Thema: Einsamkeit

In den 50 Jahren wurden mehr als 400 000 Gespräche geführt, bei einem Einzugsgebiet von 1,25 Millionen Menschen eine stolze Zahl, schreibt die Telefonseelsorge. Und schon zu Beginn war es besonders das Thema Einsamkeit, das im Mittelpunkt der meisten Gespräche stand und bis heute eines der zentralen Themen am Telefon ist.

Die „TelefonSeelsorge“ war und ist Spiegel gesellschaftlicher und politischer Ereignisse oder Prozesse – und dies nicht nur bei den Anrufenden. So war schon die Gründung der „TelefonSeelsorge Münster“ als ökumenische Einrichtung ein Ausdruck der kirchenpolitischen Entwicklung der frühen 1970er-Jahre, nämlich der Öffnung der Kirche in die Welt und damit eingeschlossen auch der Wunsch der „Laien“ nach stärkerem sichtbaren Engagement. Bis heute lebt die „TelefonSeelsorge“ von diesem hohen Engagement der Ehrenamtlichen und wird davon getragen, heißt es weiter.

Immer auf dem neuesten Stand

Technisch musste die „TelefonSeelsorge Münster“ auch Schritt halten. Festnetz, ISDN-Leitungen, Internet, Handy und Smartphone sind nur einige Stichworte für die technische Entwicklung der Telefonie, die immer neue Herausforderungen schuf.

Und so kamen im Laufe der Jahre die Mailberatung und zuletzt noch die Entwicklung einer App hinzu, um die neuen Kommunikationskanäle nutzen zu können und eben dort auch Angebote zu machen.

Die „TelefonSeelsorge Münster“ bietet kostenlos und anonym rund um die Uhr Gespräche am Telefon und Mailberatung an. Zurzeit sind 85 Ehrenamtliche tätig, die Dienstälteste seit nunmehr 30 Jahren. Die „Jüngsten“ sind im Juni an den Start gegangen.

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