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Rosenmontagszug mit 111 Zugnummern

Trump und Erdogan fahren mit

Münster

Münsters Rosenmontagszug setzt auf politische und lokale Themen, wenn sich die 80 Wagen, 20 Fußgruppen und elf Spielmannszüge auf den viereinhalb Kilometer langen Weg durch die Innenstadt machen. Über 300 Polizisten und über 20 Mitarbeiter des Ordnungsamtes sichern die Strecke. 100 .000 Besucher werden erwartet.

Ralf Repöhler

Foto: Oliver Werner

Die drei Käfige der Wiedertäufer werden am Rosenmontag wieder besetzt. US-Präsident Trump, Nordkoreas Diktator Kim Jong Un und der türkische Staatspräsident Erdogan werden auf dem Karnevalswagen der „närrischen Weiber“ eingesperrt. Münsters Rosenmontagszug, der um 12.11 Uhr am Schlossplatz startet, setzt auf politische und lokale Themen, verspricht der Präsident des organisierenden Bürgerausschusses Münsterscher Karneval (BMK), Dr. Helge Nieswandt. Die Schweine-Schinken-Schützen fürchten, der Preußenadler sinkt. Die Bösen Geister vermelden „Fake News“. Und die Narrenfreunde Hiltrup fragen sich wegen der Skulptur-Projekte: Ist das Kunst oder kann das weg?

Rund 100. 000 Besucher werden am Straßenrand erwartet, wenn die 80 Wagen, 20 Fußgruppen und elf Spielmannszüge „bei Sonnenschein und drei bis fünf Grad“ (Nieswandt) durch die Innenstadt ziehen. Die Polizei wird vor dem Hintergrund der abstrakten Terrorgefahr in Deutschland mit über 300 Einsatzkräften eine große Präsenz vor Ort zeigen. Die Polizisten haben größtenteils eine Urlaubssperre. Hinzu kommen über 20 Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes.

Münsters Innenstadt wird ab dem Mittag für den Verkehr gesperrt sein. Darüber hinaus werden laut Ordnungsdezernent Heuer acht große Straßenbereiche aus Sicherheitsgründen blockiert – zwei mehr als im Vorjahr. Die Bereiche Kreuztor und Mauritztor kommen dazu. Weitere, teils mobile Sperrungen mit Lkw, Transportern oder Containern gibt es am Ludgeriplatz (zweimal), Michaelisplatz, Rothenburg, Salzstraße/Klosterstraße, und Windthorststraße/Von-Vincke-Straße.

Die neue Spitze des Bürgerausschusses Münsterscher Karneval (BMK) hat den Rosenmontagszug organisiert (v.l.): Robert Erpenstein, Lothar Hitziger, Dr. Helge Nieswandt, Udo Seegers, Werner Geitz und Heinz Mecklenborg. Foto: Helmut Etzkorn

Der Rat hatte im Dezember über 50 000 Euro bereitgestellt, mit denen Sicherheitsmaßnahmen wie für den Rosenmontagszug bezahlt werden sollen. „Die Stadt hat uns eine Kostenübernahme zugesichert“, sagt der stellvertretende Zugkommandant Udo Seegers. Im vergangenen Jahr hatte es zwischen der alten BMK-Spitze und der Stadt Differenzen gegeben, wer die Kosten für die Sicherungsmaßnahmen zu tragen hat.

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Am Sonntag wird das Rathaus gestürmt. Neu ist, dass die Bühne an der Ecke Michaelisplatz im rechten Winkel zum Rathaus steht. „Die Aktiven blicken auf St. Lamberti“, sagt Robert Erpen­stein. Die 34 Karnevalsgruppen erreichen gegen 11.30 Uhr den Prinzipalmarkt, wo Oberbürgermeister Lewe die Schlüssel an das Stadtjugendprinzenpaar (11.55 Uhr) und an Prinz Christian (13 Uhr) übergeben muss.

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