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Open-Air-Festgottesdienst

Über 1000 Besucher beim Ökumenischen Gottesdienst auf dem Domplatz

Münster

Über 1000 Besucher lockt der Ökumenische Gottesdienst zum Pfingstmontag auf den Domplatz. Geprägt wird die Feier nicht zuletzt durch die Verunsicherung, die der Ukraine-Krieg geschaffen hat.

Von Helmut P. Etzkorn

Der Ökumenische Pfingstmontag auf dem Domplatz hat 1000 Besucher angelockt. Foto: hpe

Kräftig durchatmen, auch einmal aufatmen und Luft tanken für neue Herausforderungen: Das Motto „Sehnen. Atmen. Sicher sein“ beim Ökumenischen Pfingstmontag auf dem Domplatz ist ganz bewusst nicht biblisch ausgewählt, sondern soll alle Menschen erreichen. Auch diejenigen, die nicht in Gotteshäuser gehen und mit der Frohen Botschaft eher wenig anzufangen wissen.

„Experiment erneut geglückt“, freut sich Pfarrer André Sühling (Liebfrauen-Überwasser) mit Blick auf die über 1000 Besucher des Open-Air-Festgottesdienstes. Der Vorsitzende der veranstaltenden Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Münster (ACK) hat sich erhofft, dass zur zwölften Auflage der konfessionsübergreifenden Pfingstfeierlichkeit „der alte Elan und die Dynamik zurückkehrt“ – und wird von der Resonanz nicht enttäuscht. 750 Stühle und dazu noch ein paar Bierbänke hat das ACK-Team am frühen Morgen aufgestellt, vor Beginn des Festgottesdienstes gibt es kaum noch ein freies Plätzchen.

Mit 25 Jahren wurde Anna-Nicole Heinrich als jüngste Präses an die Spitze der Synode in der Evangelischen Kirche Deutschlands gewählt. In Münster ermuntert sie die Menschen, Herz und Verstand in schweren Zeiten miteinander zu verbinden. Heinrich: „Wir sind Teil in einer Gemeinschaft, die frei atmen kann.“ Ihr Amtsbruder Friedrich Stahlhut von der Evangelischen Apostelgemeinde spricht danach angesichts des Ukraine-Konflikts von der „Zerbrechlichkeit der Welt, die aktuell spürbar ist“.

Teilnehmer schreiben ihre Wünsche auf

Auf Postkarten, die in den Reihen verteilt werden, soll jeder Besucher passend zum Motto des Tages einen ermutigenden Wunsch aufschreiben und an seinen Nachbarn weiterreichen. Auf den Kärtchen ist später „Gesundheit“, aber auch „Endlich Frieden“ und „Zuversicht behalten“ zu lesen.

Präses Anna-Nicola Heinrich Foto: hpe

Das musikalische Zusammenspiel von Regionalkantorin Jutta Bitsch mit ihrem vielstimmigen Chor, Pop-Kantor Hans Werner Scharnowski mit Band auf der Bühne und dem Posaunenchor hinterlässt bei den Menschen ein Gefühl des Zusammenhalts.

Markt der Möglichkeiten

Ergänzend zum „Markt der Möglichkeiten“, auf dem sich Initiativen von der Notfallseelsorge bis zum ACK zum Kennenlerngespräch präsentieren, diskutieren Kirche, Politik, Fridays for Future und Ärzteschaft, welche Gewissheit und Sicherheit der christliche Glaube in unruhigen Zeiten geben könne.

Für Musik sorgte ein Posaunenchor Foto: hpe
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