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Neujahrsempfang der Universität

Über 400 Gäste im Schloss

Münster

Nach den Corona-Jahren hat die Universität wieder ihre Mitglieder und Freunde festlich zum neuen Jahr im Schloss empfangen. Außergewöhnliche Leistungen innerhalb der Hochschule standen dabei im Mittelpunkt.

Neujahrsempfang an der WWU: Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels (r.) mit Kanzler und Mitgliedern des Rektorates sowie Vertretern der Studierendeninitiative „MeDocs“, die ebenso ausgezeichnet wurde wie der Chemiker Prof. Dr. Ryan Gilmour (vorne, 2.v.r.). Foto: Oliver Werner

Zweimal musste die Universität wegen der Pandemie pausieren: Am Freitagabend lud die WWU wieder ihre Mitglieder und Freunde zum festlichen Neujahrsempfang ins Schloss ein – und das Bedürfnis, bei dieser Gelegenheit wieder Tuchfühlung mit der Uni aufzunehmen, war groß.

Rund 430 Personen füllten die Aula, als Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels in seiner Rede davon berichtete, was die WWU im neuen Jahr zentral beschäftigt: immer noch die Planung des Musik-Campus, der aus Sicht der Hochschule der Realisierung ein gutes Stück näher gekommen ist. Außerdem bereite sich die WWU auf die nächste Runde des Exzellenzwettbewerbs vor. 2023 wird die Uni ihren Mitgliedern auch in Schloss-Nähe die erste eigene Kita anbieten können. „Es wird ein arbeitsreiches, spannendes und produktives Jahr“, betonte Wessels, der den Neujahrsempfang in alter Tradition zum Anlass nahm, herausragende Leistungen innerhalb der Uni zu würdigen.

Forschung orientiert sich an in der Natur vorkommenden Prozessen

Den mit 30.000 Euro dotierten Forschungspreis  erhält der international renommierte Chemiker Ryan Gilmour. Er ist Professor für chemische Biologie am Cells in Motion Interfaculty Centre (CiM) der WWU. Gilmours Forschung orientiert sich, wie ein eigens für die Preisverleihung produzierter Film verdeutlichte, an in der Natur vorkommenden Prozessen, etwa an der Photosynthese bei Pflanzen. Es gelang ihm und seinem Team, solche Prozesse im Labor nachzubilden. Die von ihm entwickelte Technologie werde inzwischen eingesetzt, um den Herstellungsprozess von Vitamin A zu verbessern. Seine Forschung hat außerdem zur Entwicklung neuer Strategien für die biomedizinische Bildgebung geführt und ermöglicht eine verbesserte Diagnose bakterieller Infektionen.

„MeDocs“ wurden Pfeiler zur Lehrangebots-Aufrechterhaltung

Für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement in der während der Pandemie zentralen digitalen Lehre wurde die studentische Gruppe „MeDocs“ ausgezeichnet. Maurice Dellin, Niklas Woltering, Philipp Schiller und Matin Furgani nahmen den mit 7500 Euro dotierten Preis für die Gruppe entgegen. Bereits vor der Pandemie beschäftigten sich die „MeDocs“ mit der Entwicklung und der Gestaltung moderner und digitaler Lehrmethoden für das Medizinstudium. Dazu gehören unter anderem der Dreh von Lehrvideos und die Etablierung von E-Learning-Modulen.

Während der Pandemie wurden die „MeDocs“ zu einem Pfeiler für die Implementierung und Aufrechterhaltung eines digitalen Lehrangebots, so die Würdigung der Uni. Dabei setzte die Medizinische Fakultät auf eine synchrone Übertragung aller Lehrveranstaltungen. Dies war mit einem großen technischen, logistischen und operativen Aufwand verbunden: Die „MeDocs“ bauten die Hörsaaltechnik um, schrieben PC-Programme und unterstützten die rund 900 Dozierenden täglich bei der Online-Lehre. Die von ihnen entwickelten Techniken bleiben auch nach der Rückkehr zur Präsenz ein wichtiger Baustein der Lehre.

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