Lokale in Münsters Innenstadt öffnen

„Überall fröhliche Gesichter“: Außengastronomie startet erfolgreich

Münster

Elf Uhr am Samstag vor dem kleinen Cafe Lavazza an der Salzstraße. Maurice Abelah hat gerade erst an seinen zehn Tischen mit Aussicht auf die Dominikanerkirche Stühle aufgestellt und Getränkekarten ausgelegt, da kommen auch schon die ersten Freiluftgäste.

Helmut Etzkorn

Gut gefüllt sah es am Samstag auf dem Prinzipalmarkt aus Foto: Helmut Etzkorn

„Cappuccino Nummer eins nach einem Jahr“, meint Peter Sengbeil, der sich wie alle anderen Gäste „wie ein kleines Kind“ über die Öffnung der Außengastronomie in Münsters Altstadt freut. Auch Sigrid und Volker Jansen genießen die verhalten zwischen den Wolken blinzelnden Sonnenstrahlen, obwohl es mit knapp zwölf Grad Außentemperatur und immer mal wieder einem Regenschauer alles andere als frühlingshaft angenehm an der frischen Luft ist. „Überall fröhliche Gesichter“, so die Jansens. Und Abelah ist über die ersten Umsätze nach langer Corona-Abstinenz „einfach nur glücklich“.

Mit 120 Gästen an den Tischen unter freiem Himmel ist das Restaurant Bar Celona an der Stubengasse schon um 12 Uhr restlos ausgebucht. „Alle sind gut drauf und mit diesem Ansturm hatte ich nicht gerechnet. Eigentlich wollten wir ja erst Pfingsten öffnen“, so Mitarbeiter Tobias Wesselmann. Pizza und Hefeweizen schmecken Johannes Brahmeyer auch im Mantel. „Hauptsache mal wieder raus und Leute beobachten“, meint der Grevener. Weil er noch nicht geimpft ist, hat der 49-Jährige zuvor gleich nebenan vor dem Schnelltest-Center geduldig 40 Minuten in der Schlange gestanden, bevor er mit dem Negativergebnis überhaupt einen der begehrten Plätze vor dem Restaurant zugewiesen bekam.

Ähnlich gut gefüllt sieht es vor dem „Kiepenkerl“ und auf dem Prinzipalmarkt aus. „Stuhlmacher hat gerade eine Wartezeit von 30 Minuten“, meint eine Frau, die ihre Freundin nach dem Wochenmarktbesuch eigentlich noch gern zu einem Open-Air-Eis eingeladen hätte. Jetzt holen sich beide einen Coffee to go in der Passage zum Markt und schlendern mit dem Pappbecher in Richtung Ludgeristraße.

Foto: Helmut Etzkorn

Vor dem Marktcafé ist noch alles leer, erst in den nächsten Tagen kommen hier Tische und Stühle hin. Am 18. Mai ist wieder geöffnet. Auch an den Aasee-Terrassen und vor vielen Lokalen am Kreativkai im Hafen ist noch wenig Außengastronomie zu finden. Das dürfte sich aber bei steigenden Temperaturen und weiter fallenden Inzidenzwerten in den nächsten Wochen schnell ändern.

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