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BV Mitte stimmt am 8. Juni ab

Umstrittene Fahrradstraße Hittorfstraße rückt näher

Münster

Die komplette Umgestaltung der Hittorfstraße zu einer Fahrradstraße rückt näher. Am kommenden Dienstag stimmt die BV Mitte über den Baubeschluss ab. Anwohner hatten bis zuletzt gegen die Maßnahme protestiert.

Von Martin Kalitschke

Bislang nur zum Teil rot eingefärbt: die künftige Fahrradstraße Hittorfstraße. Jetzt soll der Baubeschluss für die komplette Umgestaltung gefasst werden. Foto: Oliver Werner

Vor knapp einem Jahr begann die Stadt damit, die Hittorfstraße zur roten Fahrradstraße zu machen. Nach Anwohnerprotesten – unter anderem gegen den Wegfall von Parkplätzen – wurden die Arbeiten erst einmal gestoppt. Nun ist der Weg von der halben zur ganzen Fahrradstraße allerdings nur noch eine Frage der Zeit. Am Dienstag (8. Juni) steht der Planungs- und Baubeschluss auf der Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung Mitte.

In der entsprechenden Vorlage bleibt die Verwaltung bei ihrem Vorschlag, dass Pkw in der Hittorfstraße künftig nur noch auf einer Seite der Fahrbahn – und nicht mehr aufgesattelt auf dem Gehweg – parken dürfen. Anders als bislang geplant soll das Kfz-Parken nicht auf der östlichen, sondern auf der westlichen Seite erlaubt werden. Die Fahrbahn wird auf einer Breite von 4,25 bis 4,60 Meter eingefärbt, der Parkstreifen zwei Meter breit sein. Zwischen Parkstreifen und roter Fahrbahn ist ein 75 Zentimeter breiter Sicherheitsstreifen geplant.

40 Stellplätze entfallen

Mit dieser Lösung entfallen laut Stadt rund 40 Pkw-Stellplätze. Insgesamt reduziere sich die Zahl der Stellplätze entlang der Hittorfstraße zwischen Hüfferstraße und Einsteinstraße nach vollständiger Umgestaltung von bislang 150 auf 110. Zwischen Einsteinstraße und Hittorstraße seien alle rund 60 Stellplätze erhalten geblieben, betont die Stadt. Ob diese künftig bewirtschaftet werden, soll im Rahmen des integrierten Parkraumkonzeptes diskutiert werden. Mit ersten Ergebnissen sei Ende 2022 zu rechnen.

Poller soll Schleicher stoppen

Anwohner hatten in der Vergangenheit zudem kritisiert, dass die Hittorfstraße immer wieder von Pkw-Fahrern als Schleichstrecke genutzt werde. Das Tiefbauamt hat dies überprüft – und konnte in der Tat Schleichverkehre nachweisen, heißt es in der Vorlage weiter. Daher soll nun geprüft werden, ob und gegebenenfalls wo eine Durchfahrsperre errichtet wird.

Die Gesamtkosten für die Umgestaltung der Hittorfstraße liegen nach Angaben der Verwaltung bei 40 000 Euro. Die Maßnahme soll noch in diesem Jahr durchgeführt werden.

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