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Interaktiver Unfallatlas

An diesen Straßen in Münster kracht es am häufigsten

Münster

Das sind Münsters Unfallschwerpunkte! Das Statistische Landesamt hat den Unfallatlas veröffentlicht. Demnach ereignen sich in Münster im NRW-Vergleich an zwei Stellen besonders häufig Unfälle unter Beteiligung mit Fahrrädern.

Von Pjer Biederstädt

Aus der Dammstraße Foto: Matthias Ahlke

Die Gesamtanzahl der Verkehrsunfälle in Münster ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Im Jahr 2020 registrierte die Polizei 9767 Unfälle, 2021 waren es 10 376. So weit, so erwartbar – angesichts des stark eingeschränkten Verkehrs während des Lockdowns im Frühjahr 2020.

Wo es im vergangenen Jahr besonders häufig zu Unfällen kam, zeigt jetzt der interaktive Unfallatlas der statistischen Ämter von Bund und Ländern.

Zwei Stellen im Stadtgebiet finden sich im NRW-Vergleich sogar auf vorderen Plätzen der Unfallschwerpunkte wieder. In der Kategorie „Fahrrad-Beteiligung“ gehören die Bereiche Neubrückentor und Hafenstraße/Dammstraße laut Unfallatlas mit jeweils sieben Unfällen im Jahr 2021 zu den unfallträchtigsten in NRW.

Zwei Verkehrspunkte besonders für Radler unfallträchtig

Zur Erinnerung: An der Promenadenquerung Neubrückentor/Kanalstraße hatte die Stadt einen Verkehrsversuch durchgeführt. Dabei änderte sie die Vorfahrt zugunsten der Radfahrer. Es kam zu mehreren Unfällen, der Versuch wurde vorzeitig abgebrochen.

Dieser Screenshot aus dem Unfallatlas des Statistischen Landesamtes zeigt die Unfälle in Münster aus dem Jahr 2021, bei denen Personen zu Schaden gekommen sind. Foto: IT.NRW

Weniger prominent, aber nicht weniger tückisch (ebenfalls sieben Unfälle) ist die Stelle Hafenstraße/Dammstraße samt Unterführung. Die Dammstraße ist eine kleine Stichstraße, die kurz vor der Eisenbahnbrücke auf die Hafenstraße trifft und die von Radfahrern kaum als Straße wahrgenommen wird, weil sie für den Autoverkehr gesperrt ist. Mit Fahrrädern, die aus der Gasse geschossen kommen, rechnen die wenigsten. Unter den Unterführungen unweit dieser Stelle wird es regelmäßig eng, wenn Radler und Fußgänger aufeinandertreffen.

Meiste Autounfälle auf Ausfallstraßen und Ring

Die meisten Unfälle mit Personenschaden (zwölf) ereigneten sich laut Unfallatlas auf der Wolbecker Straße zwischen Bahnhofstraße und Ring, gefolgt von Friesenring, Warendorfer Straße, Weseler Straße, Hammer Straße, Bahnhofstraße und Bergstraße, um nur einige zu nennen.

Drei Menschen kamen bei Verkehrsunfällen im vergangenen Jahr ums Leben, nämlich an der Wolbecker Straße, am Dingbängerweg in Mecklenbeck und an der Tilbecker Straße in Roxel.

Unter Beteiligung von Autos krachte es besonders oft auf dem Cherusker- und dem Friesenring sowie auf den großen Ausfallstraßen.

Die Polizei habe aktuell 150 Unfallhäufungsstellen im Stadtgebiet registriert, heißt es auf Anfrage. Mit der Entschärfung solcher Stellen beschäftige sich die Unfallkommission, ein Gremium aus städtischen Experten und Vertretern der Polizei.

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