1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Ungeimpfte auf den Intensivstationen in Münster

  8. >

Corona-Pandemie

Ungeimpfte auf den Intensivstationen in Münster

Münster

Elf schwer an Corona erkrankte Patienten liegen derzeit auf Münsters Intensivstationen. Alle sind ungeimpft, bestätigt Krisenstabsleiter Heuer. Er fordert weitere Anstrengungen.

Von Ralf Repöhler

Eine Intensivpflegekraft versorgt einen Corona-Patienten, der beatmet auf einer Intensivstation liegt. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa (Symbolbild)

Die Zahl der Patienten in den regionalen Kliniken ist nach dem Beschluss des Bundestages nun die wichtigste Messlatte für mögliche neue Beschränkungen während der Corona-Pandemie. In Münsters Krankenhäusern lagen am Dienstag elf Patientinnen und Patienten auf Intensivstationen, davon sechs aus der Altersgruppe 41 bis 50 Jahre. Ein Corona-Erkrankter dort ist zwischen 18 und 30 Jahre alt. Vier sind über 50 Jahre und älter. Sieben müssen beatmet werden. „Die Patienten, die intensivmedizinisch versorgt werden müssen, sind ungeimpft“, bestätigt Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer auf Anfrage.

Münsters Inzidenz war am Dienstagmorgen mit 58,8 angegeben worden. Aktuell gelten um die 350 Münsteranerinnen und Münsteraner als infiziert. Inzwischen sind mehr als 248.000 Münsteranerinnen und Münsteraner erstgeimpft und 235.000 vollständig immunisiert.

Heuer rechnet mit mehr schweren Covid-Erkrankungen

Heuer rechnet im Herbst mit einer Zunahme der schweren Erkrankungen. „Dagegen können wir uns am besten mit der Impfung schützen. Diejenigen, die wir mit dieser Botschaft noch nicht erreicht haben, werden sich überproportional oft auf den Intensivstationen wiederfinden“, sagt er.

Das Impfzentrum in der Halle Münsterland schließt am 24. September. Die niedergelassenen Ärzte setzen dann vollständig die Impfkampagne fort. Heuer fordert weitere Anstrengungen, um Ungeimpfte zu erreichen. „Möglicherweise können dezentrale Impfangebote in den Stadtteilen, etwa in Schulgebäuden oder Bürgerhäusern, mögliche Barrieren weiter reduzieren und neuen Schub für die Impfkampagne erzeugen“, sagt er.

Startseite