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Wintersemester 2022/23

„Erstis“ stoßen in der „O-Woche“ auf die Zukunft an

Münster

Die vergangenen drei Jahre musste sie ausfallen oder auf Sparflamme durchgeführt werden: Die „O-Woche“ eröffnet traditionell das Semester, in dieser Woche drehen die ersten Studis die Boxen auf und ziehen durch die Innenstadt.

Flunkyball spielen, laute Musik, kleine Spiele und genug kalte Getränke: Die Erstis in der O-Woche drehen zusammen mit den Fachschaften auf und läuten – für alle Münsteraner gut sichtbar – den Start in das neue Wintersemester ein. Foto: Luca Pals

Dienstagvormittag, kurz vor 12 Uhr: An den Aaseekugeln haben sich die ersten Gruppen zusammengefunden, jetzt werden die Boxen aufgedreht. Bei herbstlichem Traumwetter mit blauem Himmel und herbstlichen 18 Grad legten die Studierenden von Universität und Fachhochschule am Dienstag am Aasee, Schlossplatz und in der Innenstadt los. Die O-Woche – sie zieht erstmals seit drei Jahren wieder in voller Stärke durch Münster.

Die genaue Anzahl an Studierenden, die in diesem Monat ihr Studium in Münster beginnen, vermochte die WWU am Dienstag nicht zu nennen, in den vergangenen Jahren belief sich diese Zahl auf rund 5000. Ein kleiner Teil nutzte bereits den sonnigen Feiertag am Montag für die ersten Aktivitäten, am Dienstag zogen die größten Gruppen mit Bollerwagen, lauter Musik und gut gelaunten Menschen los.

Erste Freundschaften, keine Wohnung

Erste Freundschaften knüpfte Jan Edenfeld aus dem rheinland-pfälzischen Rietburg: „Münster ist einfach eine tolle Stadt zum Studieren, weil sie sehr grün ist, viele attraktive Orte wie den Aasee oder die Promenade hat. Mich freut es, dass alles gut mit dem Fahrrad zu erreichen ist.“ Aktuell wohnt der künftige Pharmazie-Student noch in einer WG außerhalb der Stadt, möchte perspektivisch aber näher ins Zentrum ziehen: „Das ist erst möglich, wenn sich der Immobilien-Markt wieder beruhigt hat.“ Gleiches erlebt Lorenz Henkel aus Dortmund, er ist glücklich, zum Studienstart die ersten Bekanntschaften geknüpft zu haben, sucht aber aktuell noch weiter nach einer Wohnung. Seine Suche verlief bisher im Sande, aktuell übernachtet Henkel in der Jugendherberge.

Dass dies kein Einzelfall ist, weiß Rieke Lüttich von den Juristen: „Es gibt viele Studis, die nicht aus Münster kommen, sich aber unglaublich auf die Stadt freuen. Das Problem ist und bleibt einfach die Wohnungssuche.“ Lüttich leitete am Dienstagvormittag künftige Juristen über Domplatz und Fürstenberghaus zum Aasee: „Heute müssen alle Erstis erstmal warm werden und sich kennenlernen.“

Weitere Aktionen geplant

Dafür ist in dieser Woche noch viel geplant: Die Juristen führen ein „Speed-Friending“ im Schaf, Ratskeller und dem Bullenkopp durch; die künftigen Grundschullehrer ließen sich am Dienstag von der Polizei zum sicheren Fahrradfahren in der Domstadt einweisen; und die Kommunikationswissenschaftler unternehmen am Donnerstag zuerst eine Stadt-Rallye und stoßen am Abend in der Gazelle an.

Eine gemeinsame Begrüßung findet am Mittwochvormittag im Preußenstadion statt.

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