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UKM erste Klinik mit „Security Operation Center“

Uniklinik will Cyber-Attacken besser abwehren

Münster

Schutz vor Cyber-Attacken: Die Uniklinik Münster hat nach eigenem Bekunden als erste Klinik bundesweit ein mit eigenem Fachpersonal betriebenes Security Operation Center (SOC) installiert. Schließlich gibt es dort sensible Daten.

Sascha Czech (v.l.), Leiter der Stabsstelle Informationssicherheit und Business Continuity Management, Katja Kümmel, Leiterin des Geschäftsbereichs IT, und der Kaufmännische Direktor des UKM, Dr. Christoph Hoppenheit, im neuen Security Operation Center. Foto: UKM

Die Sicherheit von Informationen hat gerade im Umgang mit sensiblen Patientendaten höchste Priorität. Bei täglich tausendfachen Angriffen müssen sich Kliniken lückenlos gegen Attacken von außen schützen. Zu diesem Zweck hat das UKM (Universitätsklinikum Münster) laut Pressemitteilung als erste Klinik bundesweit ein mit eigenem Fachpersonal betriebenes Security Operation Center (SOC) installiert.

Dort können die Mitarbeitenden Hackerangriffe von außen beobachten, um die IT-Systeme und -Infrastruktur vor Schaden zu bewahren. Auch die Sensibilisierung der IT-Anwender und –Anwenderinnen in Bezug auf Gefährdungen ist wichtig, wie es weiter heißt.

Facebook als Negativbeispiel

Als Anfang Oktober weltweit Facebook und der Messengerdienst Whatsapp „down“, also nicht mehr erreichbar waren, war es ein einfacher Mitarbeiterfehler, der dafür verantwortlich war, dass die beiden Plattformen sich über Stunden buchstäblich selbst ausgesperrt hatten. „Wo Menschen sind, passieren Fehler. Deswegen kann so etwas theoretisch überall passieren“, sagt Sascha Czech, Leiter der Stabsstelle Informationssicherheit und Business Continuity Management des UKM. Mit dem neuen Security Operation Center, einem Analysezentrum für IT-Sicherheit, wie es sonst nur Großkonzerne betreiben, wollen Czech und sein Team dafür sorgen, dass am UKM die Prinzipien der Informationssicherheit – Verfügbarkeit, Authentizität, Integrität – nach innen wie nach außen gewährleistet werden. „Dafür arbeiten wir im SOC mit Software, die Anomalien KI-gestützt erkennt“, so Czech. Aber ist es wirklich sicher, die eigene IT-Sicherheit von einer künstlichen Intelligenz steuern zu lassen? „Das ist kein Problem“, sagt Czech,

Der Leiterin des Geschäftsbereichs IT am UKM, Katja Kümmel, ist es wichtig zu sagen, dass das SOC keinesfalls in der Lage ist, die Arbeit einzelner Mitarbeitender an den IT-Systemen, also etwa vor dem PC, zu überwachen. „Das neue SOC alarmiert im Zweifel 24/7. Die Systeme sehen zum Beispiel alle Server und Rechner des UKM, also etwa, welche Software aufgespielt ist und welcher Browser benutzt wird und ob dieser upgedatet werden muss.

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