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Verzögerungen beim Neubau

Übergangslösung für die Mathilde-Anneke-Gesamtschule

Münster

Die Stadt hat für die Mathilde-Anneke-Schule, deren Neubau nicht zum nächsten Schuljahr zur Verfügung steht, eine räumliche Übergangslösung präsentiert. Der müssen aber die Schule und auch der Rat noch zustimmen.

Von Karin Völker

Bestehende Container der Bauleitung auf der Baustelle der Mathilde-Anneke-Gesamtschule sollen ab dem nächsten Schuljahr vorübergehend als Klassenräume genutzt werden. Foto: Matthias Ahlke

In einem Jahr wird es bekanntlich an der Mathilde-Anneke-Gesamtschule eng: Der Neubau der Schule wird, anders als geplant, nicht fertig, Trotzdem soll die Schule möglichst wieder sechs neue Eingangsklassen aufnehmen.

Nach dem Plan der Stadtverwaltung, der gemeinsam mit Vertretern der Schule erörtert wurde, soll es dabei bleiben. Am Montagnachmittag wurden die Maßnahmen der Baukommission vorgestellt, am morgigen Mittwoch will die Verwaltung das Vorgehen in der Schule vorstellen.

Container der Bauleitung als „Kniff“

Die Lösung des Raumproblems bezeichnet Schuldezernent Thomas Paal als „Kniff“: Einige der Klassen sollen im nächsten Schuljahr in die bestehenden Container einziehen, die derzeit von der Bauleitung des Projekts genutzt werden. Die Container böten hinreichenden Platz für die erforderlichen Klassenräume – und würden in einem Jahr nicht mehr von der Bauleitung benötigt.

Denn: Das Gesamtprojekt solle ja nur mit dem Verzug „von einigen Wochen, schlimmstenfalls wenigen Monaten fertig werden“, so Thomas Paal. Sollten Schule und Rat dem Vorschlag zustimmen, käme die Stadt so um die Anmietung beziehungsweise den Kauf teurer Containerbauten herum, verdeutlicht Paal den Vorteil.

Kommentar: Kein neuer Verzug

Ganz ohne finanzielle Folgen wird der schleppende Fortgang des Bauprojekts für die Stadt dennoch nicht bleiben. Zum einen müsse die bereits im vergangenen Jahr per Containerbau erweiterte Schulmensa erneut um 50 Plätze vergrößert werden werden, damit alle Kinder der Ganztagsschule mittags essen können. Außerdem fehlen Ganztagsräume, mit denen die Mensa aufgestockt werden soll. Rund 600.000 Euro an Kosten werden dafür insgesamt veranschlagt.

Pädagogisches Konzept muss gewährleistet sein

Schulleiterin Birgit Wenninghoff spricht auch für die Elternschaft wenn sie darauf pocht, dass die Umsetzung des pädogischen Konzepts der Schule durch die neuerliche Bauverzögerung nicht beeinträchtigt werde. Auch der Schulhof – derzeit im wesentlichen die Areale der ehemaligen Fürstenberg- und der Fürstin-von-Gallitzin-Schule, in denen die Gesamtschule unterrichtet, müsse genügend Platz für die ab Sommer 2022 übe 900 Schülerinnen und Schüler bieten. Die jetzt präsentierte Lösung ist für Wenninghoff „praktikabel – längstenfalls für ein Schuljahr“.

Eltern und Schulleitung hatten nach Bekanntwerden des neuerlichen Bauverzugs wiederholt deutlich gemacht, dass notfalls zum nächsten Schuljahr nur vier neue Klassen aufgenommen werden können.

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