1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Unterwegs in Gärten der Erde

  8. >

Textilausstellung von Margret Zalfen in der Torhausgalerie

Unterwegs in Gärten der Erde

Münster

Handwerkliche Kunst trifft überbordende Fantasie in riesigen Quilts. Sie sind in einer neuen Textilausstellung von Margret Zalfen in der Torhausgalerie des Stadtheimatbundes zu sehen.

Von Arndt Zinkant

Margret Zalfen zeigt farbenprächtige großformatige Quilts im Torhaus des Stadtheimatbundes am Neutor. Foto: Arndt Zinkant

Manche nennen es Collagen – Margret Zalfen hat eine schönere Bezeichnung parat: „Crazy Technik“. Diese findet sich bei einigen ihrer Textilbilder, großformatigen Quilts, die ab Sonntag (19. September) im Torhaus des Stadtheimatbundes (Neutor 2) zu bewundern sind.

Das Auge schweift über Blumenmotive ebenso wie über einen Regenbogen, der farblich verschiedene Textilteile wie unter einem farbsatten Dach verbindet. Da gibt es ein gediegenes Stillleben mit Porzellantassen, die in Regalfächern stehen, wie auch eine Hommage an die eigene – weibliche – Familiengeschichte.

Ist Textilkunst eine „Spezialität des Hauses“? „Nein“, sagt Ursula Warnke, die erste Vorsitzende des Stadtheimatbundes, die diese Ausstellung mit zwei Kolleginnen betreut hat. „Es ist nur einer unserer Schwerpunkte – neben Malerei, Fotografie, Glaskunst und anderem.“ Aber wegen der hohen Decken im Torhaus sei der Ort für die großen Quilts prädestiniert. Und: „Bei Textilausstellungen ist das Interesse sehr groß.“

15 Bildkacheln zu 15 Frauen

Was verblüfft, ist nicht nur die handwerkliche Meisterschaft, mit der Margret Zalfen ihre Quilts gefertigt hat. Die überbordende Fantasie verblüfft nicht minder. Ein besonders „wimmelnder“ Bilderbogen von Szenen widmet sich in 15 Bildkacheln 15 Frauen aus der Familie der Künstlerin, und alle hatten eine künstlerisch-handwerkliche Ader, die jeweils Gegenstand des Bildmotivs ist. Im Zuge einer Hausauflösung habe sie sich den eigenen Familienstammbaum genau angeschaut: „Viele Frauen haben da geschneidert – das muss was Genetisches sein!“, lächelt Margret Zalfen. „Du hast es getroffen“, lobte eine ihrer Nichten. Die männlichen Familienmitglieder seien übrigens auch oft kreativ, so ist zum Beispiel ein Bruder Margret Zalfens professioneller Bühnenmaler. Sie selber muss viel Zeit in ihre Quilts investieren; das können vier Monate oder auch zwei Jahre sein. „Nun teile ich das alles für sechs Wochen“, sagt sie lächelnd.

Die Ausstellung wird am Sonntag (19. September) um 11 Uhr eröffnet. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10 Uhr bis 12.30 Uhr.

Startseite