Reaktionen zum Vorschlag zur Hörsterstraße

Unvollständige Flaniermeile und Parkplatzprobleme

Münster

Auf der Hörsterstraße sollen nach einem Vorhaben von Stadtbaurat Robin Denstorff im Sommer weder Busse noch Autos fahren dürfen. In den Sozialen Medien findet dieser Plan nicht nur ein geteiltes Echo, sondern es bleiben auch offene Fragen.

Björn Meyer

Es wird eng, wenn Busse über die Hörsterstraße fahren. Foto: Matthias Ahlke

Die Anregung von Stadtbaurat Robin Denstorff, auf der Hörsterstraße im Sommer Pkw- und Busverkehr auszuschließen und dafür vermehrt Außengastronomie auf den freiwerdenden Flächen zu gestatten, hat nicht zuletzt im Internet für eine rege Diskussion gesorgt – mit beinahe erwartungsgemäß unterschiedlichen Bewertungen, etwa auf dem Portal Facebook.

Für den geringen Anteil an Fußgängern auf der Straße die Busse komplett rauszunehmen, sei das falsche Signal für die Zukunft, schreibt ein Nutzer. Die indirekte Kontraposition einer Nutzerin entsteht fast zeitgleich: „Großartig, ich freue mich sehr für die Gastronomie... und werde bestimmt dort das ein oder andere Weinchen genießen.“

Was ist mit den Schülern?

Beinahe selbstverständlich kommt auch das Thema der wegfallenden Parkplätze auf den digitalen Tisch. Knapp 20 sollen allein direkt am Bült entfallen. Später sollen dann auf einem Teilbereich der Straße gleich alle Parkplätze wegfallen. Ob die Anwohner ihre Autos dann zum Parken an „Siemens-Lufthaken“ aufhängen würden, fragt ein User. Der erwähnte Lufthaken ist – so viel zur Erklärung – eine real nicht existente Hilfe, um Gegenstände ohne Befestigung in der Luft aufzuhängen – ein beliebter Scherz im Ausbildungsmilieu. „Wenn es doch nur einen Parkplatz in der Nähe gäbe“, entgegnet ein ein anderer Nutzer und fügt schelmisch an, dass ihm da ja der Hörster Parkplatz direkt in den Sinn komme.

Auch andere verweisen auf diesen Platz und die Nähe zum Geschehen. Doch es gibt auch ernsthafte Einwände. „Für die Buslinien 6 und 8 ist der Bült ein wichtiger Haltepunkt, besonders für Schülerinnen und Schüler, die dort morgens und nachmittags umsteigen (müssen). Stellt sich die Frage, ob das dann genauso auch an der Eisenbahnstraße geschehen kann und daran anschließend, ob die Kapazitäten dort ausreichen, wenn Dutzende dort warten/umsteigen.“

Auch Fahrräder verbannen?

Und ja, es geht auch weniger zielführend. Als Einzelmeinung kommt ein Vorschlag daher, gleich auch die Fahrräder in dem Bereich auszuschließen, andernfalls sei ein ruhiges Flanieren nicht möglich. „Richtig“, schreibt einer und fügt an: „Wollen Sie aber gar nicht nicht. Sie möchten nur gerne ein bisschen stänkern.“

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