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Mordprozess

Verängstigt kurz vor dem Tod

Münster

Im Mordprozess gegen einen 52-jährigen Münsteraner, der 2015 seine Ehefrau heimtückisch erdrosselt haben soll, wurde die Beweisaufnahme fortgesetzt. Vier Zeugen sagten vor dem Landgericht Münster aus. Doch bald schon könnte es zu einem Urteil kommen..

Knapp sechs Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer 47 Jahre alten Frau aus Münster muss sich der Ehemann (l., hier beim Prozessauftakt) wegen Mordes vor Gericht verantworten. Der Angeklagte soll seine Ehefrau am 5. Juli 2015 in der gemeinsamen Wohnung mit einem Gurt erdrosselt haben. Vertreten vor Gericht wird er von Verteidiger Stephan Kreuels (r.) Foto: Pjer Biederstädt

Die Beweisaufnahme im Mordprozess gegen den 52-jährigen Münsteraner, der 2015 seine Ehefrau heimtückisch erdrosselt haben soll, nähert sich dem Ende. Am Mittwoch hörte das Gericht vier weitere Zeugen.

Darunter war eine Glaubensschwester der neocharismatischen Pfingstgemeinde Deus é Amor, der das Opfer angehörte. Die Zeugin schilderte dem Gericht laut Gerichtssprecher Dr. Steffen Vahlhaus, wie die Ehefrau des Angeklagten vor ihrem Tod einen verängstigten Eindruck gemacht habe und unter der Kontrolle ihres Mannes – des Angeklagten – gestanden habe.

Plädoyers wahrscheinlich schon am 16. Juni

Neben dem Leiter der damals eingerichteten Mordkommission und einem weiteren Polizisten – sie werteten die Handys des Opfers bzw. des Angeklagten aus – sagte der Feuerwehrmann aus, der damals zuerst an den Tatort in der Wohnung am Kappenberger Damm eintraf. Dort soll die Schwester des Angeklagten gesagt haben, dass er seiner Frau etwas angetan habe, berichtete Vahlhaus.

Am kommenden Freitag soll der Sachverständige das psychiatrische Gutachten zum Angeklagten vortragen. Läuft alles nach Plan, könnten am 16. Juni die Plädoyers gehalten werden, so Vahlhaus.

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