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25 Jahre Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin

Verbindung zur Bevölkerung

Münster

„Wir denken über den Tellerrand hinaus“. So beschreibt Prof. Klaus Berger die tägliche Arbeit im Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin der Medizinischen Fakultät der Universität Münster. Das Institut kann auf eine 25-jährige Geschichte zurückblicken.

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Generationsfolge: Prof. Ulrich Keil, Prof. Klaus Berger, Prof. Hans-Werner Hense und Prof. Andre Karch (v.l.) prägten oder prägen die Forschung am IES. Für die Medizinische Fakultät gratulierte Prodekan Prof. Rupert Hallmann (Mitte) zum 25-jährigen Bestehen. Foto: Thomas Hauss, WWU

Die Epidemiologie als Fachdisziplin befasst sich nicht mit einzelnen Patienten, sondern mit der Verbreitung von Krankheiten. Das zugehörige Institut vereint unter seinem Dach vier Fachrichtungen: die Epidemiologie, die Sozialmedizin, die medizinische Soziologie sowie die Prävention und Gesundheitsförderung, heißt es in einer Pressemitteilung der medizinischen Fakultät. Von der Grundlagenwissenschaft über die Forschung bis hin zur Anwendung am Patienten: Laut Institutsdirektor Prof. Klaus Berger schafft das Institut die Verbindung zur Bevölkerung.

In den 25 Jahren seiner Geschichte führte das münstersche Institut zahlreiche Forschungsprojekte auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene durch. Darunter fallen große Projekte wie die zwölfjährige, noch bis 2022 laufende Langzeitstudie „BiDirect“, eine Analyse der wechselseitigen Beziehung zwischen Arteriosklerose und Depression. „Wir Epidemiologen arbeiten bei BiDirect mit Radiologen und Psychiatern zusammen“, erklärt Berger.

Bei der Nako-Gesundheitsstudie arbeitet das Institut eng mit der Stadt Münster zusammen, was nach Berger sowohl die Studie als auch das gesamte Institut besonders auszeichnet. Die hiesige Studienzentrale ist eine von deutschlandweit 18 und untersucht seit Oktober 2014 Personen mit Hauptwohnsitz in Münster. 10 000 Probanden aus dieser Stadt sollen es am Ende sein. Die Nako widmet sich vor allem den Risikofaktoren, der Früherkennung und der Prävention der großen Volkskrankheiten, wie Herzkreislauferkrankungen, Krebs oder Diabetes.

Der neu berufene Lehrstuhlinhaber der klinischen Epidemiologie, Prof. André Karch, setzt einen neuen Schwerpunkt am Institut, nämlich bei den Infektionen.

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