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Begründer der Flüchtlingshilfe geehrt

Verdienstkreuz für Volker Maria Hügel

Münster

Volker Maria Hügel, der Gründer der Flüchtlingshilfe in Münster, ist mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Seit 40 Jahren ist der 69-Jährige in der Flüchtlingsarbeit tätig.

Oberbürgermeister Markus Lewe überreicht das Bundesverdienstkreuz an Volker Maria Hügel. Foto: Stadt Münster/Amt für Kommunikation

Oberbürgermeister Markus Lewe hat Volker Maria Hügel das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Der 69-jährige Münsteraner erhielt die Auszeichnung für sein soziales und gesellschaftspolitisches Engagement über vier Jahrzehnte hinweg. Der Oberbürgermeister beglückwünschte Hügel und bedankte sich herzlich für seine Arbeit.

Nach Abschluss seines Studiums war der Münsteraner zunächst im Sozialamt der Stadt Münster tätig und leitete dort das erste Flüchtlingsheim. 1979 legte der Sozialpädagoge den Grundstein für die Flüchtlingsarbeit in Nordrhein-Westfalen, indem er den Verein Gemeinnützige Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender (GGUA Flüchtlingshilfe e.V.) gründete.

Unterstützung für Asylsuchende und Flüchtlinge

Die GGUA unterstützt seither Asylsuchende und Flüchtlinge in Münster und Umgebung. In den 1980er-Jahren etablierte Hügel den Aufbau eines Netzwerkes für die Flüchtlingsarbeit in Nordrhein-Westfalen, woraus 1986 der Flüchtlingsrat NRW entstand.

Zu seinen weiteren Meilensteinen gehören die ehrenamtliche Arbeit als Vorstandsmitglied im Bundesvorstand der Flüchtlingsorganisation „Pro Asyl“ Frankfurt, die Gründung des kommunalen Konzepts „Runder Tisch für ein humanitäres Bleiberecht“ sowie die ehrenamtliche Produktion der monatlichen Lokalsendung „Radio Fluchtpunkt“, die er zwölf Jahre lang bis Ende 2019 moderierte.  

2012 wurde Hügel mit dem Multi-Kulti-Preis durch das Multikulturelle Forum aus Lünen ausgezeichnet. „Der 69-Jährige hat sich im Rahmen seiner ehrenamtlichen Beratung und Öffentlichkeitsarbeit im Laufe seines Lebens auf kommunaler und landesweiter Ebene durch die Unterstützung Geflüchteter verdient gemacht“, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung.

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