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Neue Regeln für Anbieter von Airbnb und Co.

Vermietung wird auf 90 Tage jährlich begrenzt

Münster

Wie in ganz Nordrhein-Westfalen gilt ab sofort auch in Münster das neue "Wohnraumstärkungsgesetz". Damit wird die Kurzzeitvermietung von Wohnungen etwa über "AirBnB" unter anderem auf 90 Tage pro Jahr begrenzt. Die neuen Regeln verfolgen ein klares Ziel.  

Ein Schlüssel mit einem Airbnb-Anhäger und eine Herzlich-Willkommen-Karte in der Wohnung eines Airbnb-Gastgebers. Foto: Jens Kalaene

Ab sofort dürfen Wohnungen in Münster nicht länger als 90 Tage pro Jahr an Touristen vermieten werden. Das teilte die Stadt am Freitag in einer Pressemitteilung mit. Die Kurzzeitvermietung muss vorher beim Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung der Stadt Münster angemeldet werden. Außerdem müssen private Vermieter nachweisen können, dass der Zeitraum von 90 Tagen pro Jahr nicht überschritten worden ist. Das könne etwa über einen Belegungskalender geschehen, so die Stadt.

Zusätzlich gilt: Wer seine Wohnung über Internetportale wie Airbnb zur Kurzzeitmiete anbietet, benötigt ab dem 1. Juli 2022 eine Identifikationsnummer. Für die Vergabe dieser ID will das Land NRW den Kommunen bis dahin ein einheitliches Online-Verfahren einrichten. 

Wohnungsnot in Städten bekämpfen

Die neue 90-Tage-Regel in Münster ist auf das neue Wohnraumstärkungsgesetzes zurückzuführen, welches seit Anfang Juli in Nordrhein-Westfalen gilt. Es löst das bislang geltende Wohnungsaufsichtsgesetz ab. Die Kommunen sollen mit diesem neuen Gesetz effektiver gegen die unzulässige Dauervermietung von Wohnungen an Kurzzeit-Touristen vorgehen können.

Besonders größere Städte in Nordrhein-Westfalen wie Köln oder Düsseldorf, aber in kleinem Rahmen auch Münster und weitere Städte im Münsterland haben damit zu kämpfen, dass Vermieter ihre Wohnungen oftmals lieber über Portale wie Airbnb Touristen zur Verfügung stellen als regulären Mietern. Touristen bringen in der Regel höhere Mieteinnahmen, verstärken allerdings die Wohnungsnot und damit den Preisdruck in Städten. 

Laut der Stadt werden bei Verstößen gegen das neue Gesetz, etwa gegen die Anzeigepflicht, künftig Bußgelder fällig. Anträge für die Kurzzeitvermietung der eigenen Wohnung können  auf der Homepage der Stadt gestellt werden. 

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