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8000 Läufer beim 19. Volksbank-Münster-Marathon

Volksfeststimmung beim Marathon-Zieleinlauf

Münster

Nach der Corona-Zwangspause herrscht beim 19. Volksbank-Marathon Superstimmung. Die insgesamt 8000 gestarteten Läufer werden von Schaulustigen am Straßenrand ordentlich angefeuert. Der Zieleinlauf am Prinzipalmarkt ist auch für 300 Kinder ein Highlight.

Von Laura Stein

Mit Klatschchören, Rasseln und Vuvuzelas feuerten zahlreiche Zuschauer die Sportler beim Zieleinlauf auf dem Prinzipalmarkt an. Foto: Laura Stein

Der gesamte Bereich um den Prinzipalmarkt ist am Sonntag abgesperrt, nur wer die Impfung oder einen negativen Corona-Test nachweisen kann, darf den Zieleinlauf der Sportler beim 19. Volksbank-Münster-Marathon bejubeln. „Das ist sehr entspannt, alle haben Verständnis für die Kontrollen, und auch die wenigen, die ich leider nicht einlassen durfte, hatten Verständnis dafür“, berichtet ein Security-Mitarbeiter.

Vom Schlossplatz geht es für die 8000 Läufer durch die Altstadt, rund um den Aasee bis nach Nienberge und weiter Richtung Roxel. Von dort laufen die Sportler über Gievenbeck und die Promenade zurück in die Innenstadt. Im Ziel vor dem historischen Rathaus feuern die Zuschauer die Läuferinnen und Läufer mit Vuvuzelas, Rasseln und Klatschpappen an. So wie Christian Scheil, der mit seinem Sohn am Straßenrand sehnsüchtig darauf wartet, dass seine Frau Bianca Straeck-Scheil an ihnen vorbeiläuft: „Normalerweise laufen wir gemeinsam mit Freunden die Marathonstaffel. Unter anderem waren wir in Dortmund, Essen und beim Braveheart dabei. Heute sind wir die seelische Unterstützung für Bianca.“

Jubel am Straßenrand

Dass auch das Wetter den Läufern so gut in die Tasche spielt, freut diese zusätzlich: „Ich hätte mit sehr viel weniger Leuten am Wegesrand gerechnet. Es war echt toll, es gab Musik, die Menschen waren fröhlich und jubelten uns zu, das hat so viel Spaß gemacht!“, berichtet Maren Sim. Ihren dritten Staffelmarathon hätte sie sich nicht besser vorstellen können: „Es war alles so perfekt organisiert und vor allem prima kommuniziert. Man wusste genau, welche Nachweise man erbringen musste und wann und wo man seine Unterlagen zu unterschiedlichen Zeiten abholen konnte, das war wirklich prima. Der einzige Unterschied war, dass dieses Jahr die Staffeln versetzt gestartet sind, damit nicht so ein großer Pulk eng aufeinanderhängt.“

Das Teatro Pavana bereicherte das Rahmenprogramm mit riesigen Giraffen in der Innenstadt. Foto: Laura Stein

Auch einige der insgesamt 2000 Einzelläufer zeigen sich sehr zufrieden: „Es ist echt Weltklasse hier heute. Es hat so gut getan, nach zwei Jahren Pause wieder bei so einem Event starten zu können, ein großes Dankeschön an das Organisationsteam“, lobt Mathias die Veranstalter. Michael Brinkmann, seit 20 Jahren für die Marathon-Organisation verantwortlich, zeigt sich ebenfalls zufrieden: „Die Kontrollen klappen prima, alle halten sich an die Auflagen, mehr als 4000 Menschen werden wir hier auf dem Prinzipalmarkt nicht haben, und wirklich jeder hat Verständnis für die Umstände.“

Auf der Bühne vor dem Rathaus läuft derweil ein unterhaltsames Programm – von einem Interview mit dem Olympia-Sieger Dieter Baumann über einen Auftritt des Kabarett-Artistik-Duos „Klirr Deluxe“ bis hin zu einer Darbietung des Teatro Pavana mit riesigen Giraffen.

Ein Publikums-Highlight ist an diesem Tag der Zieleinlauf des Kids-Marathons. 300 Kinder erreichen nach 1,5 Kilometern den Prinzipalmarkt. Anton (10) und sein Bruder Oskar (7) sind zum ersten Mal dabei und total stolz: „Es war richtig cool, weil alle so jubeln und rufen und uns anfeuern“, freut sich Anton.

Viele Notfälle

Die medizinische Versorgung ist durch die Kooperation der vier Rettungsdienste ASB, DRK, Johanniter und Malteser sichergestellt. „Auf der letzten Meile sind wir mit 34 Ärzten und Sanitätern vor Ort“, so Einsatzabschnittsleiter Hendrik Feldhues von der Feuerwehr. Am Ende meldet die Einsatzleitung 25 Behandlungen von Läufern an den Medical-Points sowie eine relative hohe Zahl von 18 Rettungstransporten ins Krankenhaus.

Entlang der Strecke zeigten Künstler und Akrobaten ihr Können. Foto: Laura Stein

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