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Benefizabend für das Johannes-Hospiz

Voller Saal und viele Informationen

Münster

Corona beeinträchtigte die Hospizarbeit, Corona beeinträchtigte aber auch das Spenden-Sammeln. Um so erfreuter ist das Johannes-Hospiz über einen erfolgreichen Benefizabend.

Von Andreas Hasenkamp

Zwischen Dr. Christof Mittmann (v.l.) vom Förderverein, Gabi Hübschen, die Pflegefachkraft Ursula Köppe und Ludger Prinz, Geschäftsführer des Hospizes, ist Durchblick auf die Dächer von Münster. Platz wäre auch für weitere Ehrenamtliche in der Hospiz-Arbeit. Foto: Andreas Hasenkamp

Im Hospiz mit den Bewohnern sprechen, die Mitarbeitenden entlasten – damit war im März 2020 abrupt Schluss für viele Ehrenamtliche wie Gabi Hübschen. Nun geht es Schritt für Schritt wieder los im Johannes-Hospiz, berichtet Hübschen am Mittwoch am Rande des Benefiz-Abends für das Johannes-Hospiz. Im Engel-Saal des Hotel Atlantic spielt das erste Trio des Abends, das Jazz-Lounge-Trio mit Gitarrist Amandus Grund, Bassist Hans-Dieter Otto und Schlagzeuger Ben Bönniger.

Der Saal ist voll, etwa 175 Gäste sind in Gespräche vertieft – noch am Nachmittag haben überraschend viele eine der Karten gekauft, die dem Förderverein wieder Spendengelder einbringen. Auch die fielen in der Pandemie lange weitgehend aus, die Kosten des Hospizes laufen weiter. So freut sich der Förderverein über den Benefiz-Abend, schon vorher aber über das Interesse und Engagement mehrerer Unternehmen, die gesponsert haben. Das Hotel stiftet die Saal-Nutzung, andere finanzierten die Honorare der pandemiegeprüften Musiker, und vieles mehr. Das zweite Trio werden die „Zucchini Sistaz“ sein, mit ihrem Swing der 20er- bis 50er-Jahre.

„Das ist ein großes Wohnzimmer“

Hübschen ist seit vier Jahren im Hospiz ehrenamtlich tätig. Nach einer Tätigkeit hatte sie nach dem Übergang in die Rente gesucht; als sie eine Verwandte im Hospiz in Emsdetten betreute, reifte die Idee, und sie besuchte Veranstaltungen in den münsterischen Hospizen. Dort meldete zuerst das Johannes-Hospiz Bedarf – Hübschen stieg ein, alle zwei Wochen für vier bis fünf Stunden. Viel Kontakt zu den Gästen habe sie, es gehe nicht traurig zu und das Ambiente sei nicht wie im Krankenhaus: „Das ist ein großes Wohnzimmer. Es gibt mir viel Zufriedenheit.“

Im Saal spricht Dr. Christof Mittmann, Vorsitzender des Fördervereins, zu den Gästen; freut sich über die Möglichkeit für diesen Abend: „Das tut uns allen gut, das tut den Künstlern gut, das tut dem Hospiz gut, weil dann auch wieder Benefiz möglich ist.“ Er informiert über die Lage des Hospizes mit ambulantem Dienst, Akademie, Angeboten für Hinterbliebene und mehr. Die Sprecherin des Hospizes, Sabine Lütke Schwienhorst, stellt einige im Hospiz tätige Menschen vor – die Gäste des Benefizabends können sich aus erster Hand informieren.

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