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Goldener Ehrenbrief für Michael Radau

Vorbildlicher Einsatz für Enkeltauglichkeit

Münster

Der münsterische Unternehmer Michael Radau („Super-Bio-Markt“) ist mit dem goldenen Ehrenbrief der Interessengemeinschaft für gesunde Lebensmittel ausgezeichnet worden. Die Laudatio hielt Bundesumweltministerin Svenja Schulze.

Vom Julian Alexander Fischer

IG-Für-Vorsitzender Georg Sedlmaier (l.) und Umweltministerin Svenja Schulze überreichen Michael Radau den goldenen Ehrenbrief. Foto:

Als Michael Radau 1982 sein Engagement für faire und nachhaltige Lebensmittel begann, waren Bioprodukte nur eine kleine Nische. Heute führt er als Vorstandsvorsitzender 33 Filialen des „Super-Bio-Marktes“ und hat dazu beigetragen, dass Bio mehr als nur ein Trend ist. Dafür hat ihn die Interessengemeinschaft für gesunde Lebensmittel (IG Für) nun mit dem goldenen Ehrenbrief ausgezeichnet.

„Michael Radau hat gezeigt, dass Ökonomie und Ökologie einander bedingen und nicht im Widerspruch stehen. Deshalb hat sich die Ernährung durch ihn verändert“, lobte Bundesumweltministerin Svenja Schulze in ihrer Laudatio.

„Große Anerkennung“

So sei es eine große Anerkennung, wenn kleine Läden wie die „Super-Bio-Märkte“ von großen Discountern nicht platt-, sondern nachgemacht werden. Daher sei es auch sein Verdienst, dass mittlerweile jeder Supermarkt Bioprodukte im Sortiment habe.

In der über 20-jährigen Geschichte der IG Für war Radau erst der sechste Preisträger, dem der Ehrenbrief in Gold verliehen wurde. „In unserer Branche geht es darum, auch mal links und rechts zu überholen und nicht auf die Politik zu warten. Und das hat Michael schon immer gemacht“, begründete der IG-Für-Vorsitzende Georg Sedlmaier die Wahl des Preisträgers. Dabei habe ihn vor allem die Konsequenz Radaus beeindruckt, indem dieser komplett auf die herkömmlichen Produkte verzichte und ausschließlich auf Biolebensmittel setze.

Radau hatte in der Vergangenheit immer wieder den Begriff der „Enkeltauglichkeit“ geprägt und verwies auch bei der Preisverleihung darauf: „Bei einer solchen Auszeichnung schaut man viel zurück, ich will aber nach vorne gucken. Wir müssen den Weg fortführen, um unseren Enkeln eine gute Welt zu hinterlassen.“

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