Pandemie-Bekämpfung

Vorläufig keine Corona-Notbremse für Münster

Münster

Keine Notbremse in Münster: Weil die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntagmorgen knapp unter 100 liegt, gibt es in Münster vorerst keine Verschärfung der Corona-Maßnahmen. Die Stadtverwaltung erläutert, welche Regeln jetzt gelten.

wn

Für Besuche in Geschäften ist in Münster vorerst kein negativer Corona-Test notwendig. Foto: dpa (Symbolbild)

Da die Sieben-Tage-Inzidenz für Münster am Sonntag mit 98,6 unterhalb des Grenzwertes 100 liegt, muss der Bund hier nicht seine sogenannte "Notbremse" ziehen. Das geht aus einer städtischen Pressemitteilung hervor. Laut des neuen Infektionsschutzgesetzes müsse die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegen, damit die Beschränkungen des Bundes wie Ausgangssperre, Schließung von Geschäften und Einrichtungen etc. erfolgen können. Dies sei für Münster aktuell nicht der Fall. "Stattdessen gilt weiterhin die Coronaschutzverordnung des Landes NRW, die am Wochenende leicht verändert worden ist", teilt die Stadt mit.

Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer: "Gut, dass die Inzidenz in unserer Stadt aktuell gesunken ist und damit die Voraussetzung für neue Verschärfungen nicht gegeben ist. Wir sollten uns aber nichts vormachen: Münster balanciert seit Tagen auf dem Schwellenwert, es kann auch bald anders ausgehen." Frühestens am kommenden Freitag, sollten die vom RKI täglich gemeldeten Inzidenzwerte ab Montag wieder über 100 steigen, wäre die Notbremse für Münster möglich.

Ohne negativen Test ins Geschäft

Da nun die Landesregeln weiter gelten und hierzu am Wochenende Änderungen aus dem Gesundheitsministerium mitgeteilt wurden, entfällt an mehreren Stellen in Münster die bisherige Testpflicht für das Betreten von Geschäften, Museen und anderen Einrichtungen.

Heuer: "Der Krisenstab wird sich die Entwicklung in den nächsten Tagen anschauen. Heute appelliere ich an die Bürger, auch ohne entsprechende Pflichten das kostenlose Testangebot in Münster weiterhin maximal zu nutzen. Das ist ein wichtiger Baustein der Pandemiebekämpfung." In Schulen und Kitas ändert sich vorläufig nichts.

Welche Regeln in Münster jetzt gelten

Damit gelten für die Bürgerinnen und Bürger in Münster ab Montag unter anderem wieder folgende Regeln:

  • Treffen im öffentlichen Raum sind nur erlaubt entweder für Angehörige des eigenen Haushalts plus 1 Person eines weiteren Haushalts oder für insgesamt bis zu 5 Personen aus 2 Haushalten.
  • Im Einzelhandel des täglichen Bedarfs gilt eine begrenzte Kundenzahl je nach Größe des Geschäfts, Zutritt nur mit Maske.
  • Im weiteren Handel ist ein Einkauf nach Terminbuchung möglich, je 1 Kunde/Kundin je 40 Quadratmeter. Ein negatives Testergebnis muss nicht vorgelegt werden.  Zutritt nur mit Maske.
  • Sport ist im Freien bei Einhaltung der Kontaktbeschränkungen erlaubt. Bei Kindern bis 14 Jahre ist Sport in Gruppen von maximal 20 Personen möglich.
  • Der Besuch von Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten etc. ist nach Terminbuchung und mit Maske möglich (innen 1 Besucher/in pro 20 Quadratmeter).
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