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„Franziskus-Forum“ zum Thema Darm- und Speiseröhrenkrebs

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Münster

Beim nächsten „FranziskusForum“ am 10. Oktober dreht sich alles um das Thema Darm- und Speiseröhrenkrebs. Experten geben dabei Tipps zur Vorbeugung und Behandlung.

Informieren beim nächsten „Franziskus-Forum“ über die Vorbeugung und Behandlung von Darm- und Speiseröhrenkrebs (v.l.): Prof. Dr. Matthias Brüwer, Ulrike van Lochum, Dr. Gabriel Tönnesmann und Claudia Schulze Foto: St.-Franziskus-Hospital

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Jährlich versterben rund 25 000 Menschen daran. Das müsste nicht so sein, denn bei keiner anderen Krebserkrankung sind Prävention und Früherkennung so erfolgversprechend wie bei Darmkrebs. Beim nächsten „Franziskus-Forum“ am 10. Oktober (Montag) informieren Experten aus dem St.-Franziskus-Hospital über Vorbeugung und Behandlung von Darm- und Speiseröhrenkrebs.

Ein gesunder Lebensstil könne vorbeugen. Außerdem empfehlen die Mediziner, das Angebot der Vorsorge-Darmspiegelung wahrzunehmen. Werden hierbei Polypen oder fortgeschrittene Adenome erkannt, können diese entfernt werden, noch bevor sie zu Krebs entarten. „Das Screening ist sicher und schmerzfrei und kann heutzutage buchstäblich im Schlaf durchgeführt werden“, sagt Oberärztin und Darmzentrumskoordinatorin Claudia Schulze.

Oft späte Symptome

Speiseröhrenkrebs hingegen tritt seltener auf, und die Symptome zeigen sich oft erst spät. Als eine der Ursachen gilt regelmäßiges Sodbrennen, die sogenannte Refluxkrankheit. „Die Magensäure schädigt dabei über einen langen Zeitraum die Schleimhaut der Speiseröhre, und es kommt so zu Zellveränderungen“, erklärt Oberarzt Dr. Gabriel Tönnesmann. Der Koordinator des Speiseröhrenzentrums informiert über die Risikofaktoren und die Behandlungsmöglichkeiten, die das Zusammenspiel von spezialisierten Disziplinen erfordern.

Die komplette Heilung von Darm- und Speiseröhrenkrebs ist häufig nur durch die chirurgische Entfernung des Tumors möglich. Hierfür wird seit einigen Monaten im St.-Franziskus-Hospital ein OP-Roboter eingesetzt. Chefarzt Prof. Dr. Matthias Brüwer erläutert die Vorteile der roboterassistierten Chirurgie. Sie ermögliche sehr präzise Eingriffe und erhöhe die Sicherheit. Der Roboter fungiere dabei als verlängerter Arm des Chirurgen, der über ein Videosystem eine stark vergrößerte Sicht auf das Operationsfeld hat. Dadurch kann er Gewebestrukturen erkennen, die für das menschliche Auge nicht sichtbar sind.

Erfolg steigt durch sportliche Betätigung

Viele Studien belegen, dass durch regelmäßige sportliche Betätigung die Verträglichkeit und der Erfolg einer Krebsbehandlung erhöht werden können. Sportwissenschaftlerin Ulrike van Lochum gibt einen Überblick über Bewegungsangebote, mit denen Betroffene ihre Ressourcen und Fitness stärken und die Lebensqualität erhöhen können.

Darüber hinaus stehen Ansprechpartner der Krebsberatungsstelle Münster und des Vereins „Deutsche IlCO“ für Fragen und Informationen zur Verfügung.

Das „Franziskus-Forum“ findet um 17 Uhr im Marienhaus am St.-Franziskus-Hospital statt. Der Eintritt ist kostenlos. Anmeldung unter

 9 35 33 55 erbeten. Es herrscht FFP2-Maskenpflicht. Ein 3G-Nachweis muss bei der Veranstaltung vorgelegt werden.

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