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Greifvögel

Wanderfalken vergiftet – Stadt Münster weist auf besonderen Schutz hin

Münster

In Münster wurden im Sommer drei Wanderfalken mit einem verbotenen Stoff vergiftet. Die Stadt weist deshalb nun auf den besonderen Schutz der Greifvögel hin – und bittet um Hinweise zu den vergifteten Tieren.

In Münster wurden drei Wanderfalken vergiftet. Die Stadt weist deshalb auf den besonderen Schutz der Tiere hin. Foto: dpa (Symbolbild)

Nach der Vergiftung von drei Wanderfalken am Fernsehturm in Münster weist die Stadt auf den besonderen Schutz von Greifvögeln hin. „Greifvögel sind gefährdet und einige Arten wie Wanderfalken sind vom Aussterben bedroht“, sagt Matthias Genius von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Münster in einer städtischen Pressemitteilung.

Ursachen für den Rückgang der Bestände seien neben der Verfolgung durch den Menschen Unfälle im Straßenverkehr, auch Kollisionen mit Glasscheiben und der Verlust des natürlichen Lebensraums. Die Verfolgung der Tiere ist nach Angaben der Stadt eine Straftat und kann mit Freiheits- oder Geldstrafen geahndet werden.

„Zufällige“ Vergiftung ist unwahrscheinlich

Die Untersuchung in einem Speziallabor hatte jüngst ergeben, dass die drei Wanderfalken in Münster im Sommer 2022 an dem verbotenen Gift Carbofuran gestorben waren. Das Ausbringen von Gift gilt als besonders heimtückische Methode zur Tötung von Greifvögeln. „Als Lockmittel und Giftträger werden von Tätern bei Wanderfalken häufig sogenannte 'Kamikaze-Tauben' benutzt, die mit dem Giftstoff präpariert und dann in der Nähe einer Wanderfalken-Warte oder eines Horstes fliegen gelassen werden“, erklärt Genius. Wanderfalken schlagen ihre Beute fast nur in der Luft, deswegen sei eine „zufällige“ Vergiftung unwahrscheinlich.

Hinweise im Zusammenhang mit der Tötung der Wanderfalken können an die Naturschutzbehörde, Ansprechpartner Matthias Genius (02 51/4 926715) oder an die Polizei unter der Telefonnummer 02 51/2750 gerichtet werden.

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