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Thermografie-Befliegung: 41 500 Hauseigentümer werden angeschrieben

Wärmebilder von Münsters Dächern

Münster

Die Bürger für energetische Fragestellungen sensibilisieren und Hauseigentümer über Möglichkeiten der Energieeinsparung beraten: Mit diesem Ziel hob vor einem Jahr ein dänischer Thermoflieger ab, um Wärmebilder von Münsters Dachflächen aufzunehmen. Jetzt sind die Bilder soweit aufbereitet, dass sie Gebäudeeigentümern zur Verfügung stehen.

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Markus Lewe (v.l.), Robin Denstorff und Matthias Peck werben für die energetische Sanierung anhand der Thermografie-Bilder. Foto: Stadt Münster

Klimaschutz aus der Luft: In zwei kalten Januarnächten des vergangenen Jahres hatte ein dänischer „Thermoflieger“ im Auftrag der Stadt mit einer Spezialkamera Wärmebilder von fast 120 000 münsterischen Dachflächen aufgenommen. Die so sichtbar gemachten Oberflächentemperaturen weisen die Qualität der jeweiligen Dachisolierung aus und können Hauseigentümerinnen und -eigentümern wertvolle Hinweise auf mögliche Energielecks und Einsparpotenziale geben.

Die Ergebnisse wurden nun in einem eigens für die münsterische Thermografie-Befliegung erstellten Webportal gelistet und stehen allen Immobilienbesitzern ab sofort zum Herunterladen bereit, wie es in einer städtischen Pressemitteilung heißt.

Individueller Zugriffscode

Über 41 500 Eigentümer erhalten deshalb in den kommenden Wochen Post von der Stadt – enthalten ist ein individueller Zugriffscode für die eigene Gebäudebewertung, außerdem ein Angebot zur kostenfreien Energieberatung.

„Die Stadt Münster strebt an, bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden. Gebäudesanierungen sind ein bedeutender Beitrag dafür. Mit dem persönlichen Wärmebild und der Einstiegs-Energieberatung laden wir alle Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer ein, diesen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität mitzugehen“, erläutert Oberbürgermeister Markus Lewe.

Blick auf die Innenstadt von Münster. Die auf dem Laptop gezeigten Farben wurden aus Datenschutzgründen geändert, daher sind keine Rückschlüsse auf den tatsächlichen energetischen Zustand des Gebäudes möglich. Foto: Stadt Münster

Die Wärmebilder wurden zugunsten einer besseren Übersicht mittels eines Geländemodells geometrisch entzerrt und mit den Daten des Liegenschaftskatasters verknüpft. „Die Thermografiebefliegung ist ein sehr anschauliches Smart-City-Projekt: Durch die Anwendung von geografischen Informationssystemen wurde für jedes bebaute Grundstück beziehungsweise für jedes Gebäude das jeweilige Wärmebild erstellt“, so Stadtbaurat Robin Denstorff.

Und: „Wer eine energetische Sanierung durchführt, profitiert gleich mehrfach: Inanspruchnahme attraktiver Fördermittel, erhöhter Wohnkomfort, Kostenersparnis durch Energieeinsparungen und Werterhalt der Immobilie“.

Auf dem Weg zur Klimaneutralität

Mit der Thermografie-Aufnahme und einer dazugehörigen Interpretationshilfe bekommen Eigentümerinnen und Eigentümer einen ersten Eindruck, ob eine energetische Sanierung für ihr Haus sinnvoll sein kann. Da die Stadt Münster von einem großen Interesse und erheblichen Beratungsbedarf ausgeht, wird zur Entzerrung die Post in vier Intervallen ab dem 24. Januar verschickt.

„Durch eine energetische Sanierung lässt sich wirksam Energie und langfristig auch Geld sparen. Dabei ist wichtig, nicht nur das Dach auf Energiesparpotenziale zu prüfen, sondern das gesamte Gebäude samt möglicher Fördermöglichkeiten in den Fokus zu nehmen“, wirbt Nachhaltigkeitsdezernent Matthias Peck für die kostenfreien Einstiegs-Energieberatungen.

Beratungskontingent deutlich aufgestockt

Um möglichst viele Termine anzubieten, wurde das bereits vorhandene Beratungskontingent deutlich aufgestockt. Aufgrund der zeitlich gestaffelten Anschreiben braucht sich jedoch niemand sorgen, Fördermittel zu verpassen oder durch einen späteren Beratungstermin benachteiligt zu sein.

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