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Wissenschaftsfestival „Schlauraum“ hat begonnen

Wasser in all seinen Facetten

Münster

Noch bis einschließlich Freitag ist ganz Münster Bühne des Wissenschaftsfestivals „Schlauraum“. Unter dem Thema „Grund:Wasser“ finden an verschiedenen Orten 200 Veranstaltungen statt. Beim Auftakt am Samstag wurde es sofort interaktiv.

Von Simon Beckmann

Jessica Oertel demonstrierte den Kindern bei der Eröffnung des „Schlauraums“ verschiedene Experimente. Ebenfalls erklärte sie, welche Eigenschaften man alles zum Forschen benötigen würde. Foto: Matthias Ahlke

Wasser marsch! Seit Samstag und noch bis einschließlich Freitag wird Münster geflutet – und zwar mit geballtem Wissen. Denn die Westfälische Wilhelms-Universität (WWU), die Fachhochschule Münster und Münster-Marketing haben dafür gesorgt, dass die Stadt nach der Premiere im Jahr 2013 nun erneut zum großen „Schlauraum“ wird.

Dieses Mal steht das Wissenschaftsfestival unter dem Thema „Grund:Wasser“ und schon beim offiziellen Startschuss im Open-Air-Hörsaal in der Stubengasse wurde bei Temperaturen bis zu 33 Grad deutlich, welche Bedeutung dieses Thema hat.

Das stellte auch Oberbürgermeister Markus Lewe heraus: „Gerade der heutige sehr heiße Tag zeigt, wie kostbar und wichtig Wasser ist.“ Ebenfalls hob er in seiner Rede hervor, dass die Hochschulen nicht nur Orte für Studierende, Lehrende und Forschende, sondern für alle seien und dass das Wissenschaftsfestival es nun möglich mache, die Erfahrung aus den Hörsälen, Laboren und Räumlichkeiten der Hochschulen in die Stadt zu tragen. „Den öffentlichen Raum zu erobern und gemeinsam experimentelle Erfahrungen zu machen, das ist die Kunst des ‚Schlauraums‘“, bemerkte Lewe.

Forschung in die Öffentlichkeit tragen

In die gleiche Kerbe schlug auch Prof. Dr. Johannes Wessels, Rektor der WWU. „Der ‚Schlauraum‘ ist für uns als Uni eine Chance, alles, was bei uns beforscht wird, nach draußen zu tragen“, sagte er. Prof. Dr. Frank Dellmann, Präsident der FH Münster, ergänzte, dass es auch der FH ein großes Anliegen sei, in die Gesellschaft hineinzuwirken, gemeinsam Probleme zu erörtern und dafür Lösungen zu finden.

Künstlerische Lichtinstallation in der Überwasserkirche

Das Thema bezeichneten beide Wissenschaftler als passend. Denn: „Ohne Wasser wäre alles nichts. Wir wissen, dass Wasser die Grundlage ist, um überhaupt Leben zu schaffen“, erläuterte Wessels. Ebenso erinnerte er daran, dass Wasser ein knappes Gut sei und an manchen Stellen auf der Welt deswegen Krieg geführt werde. Dellmann hob hervor, wie vielschichtig das Thema Wasser sei und nannte als Beispiel etwa Wetterereignisse, Wasser als Lebensmittel und Energiegewinnung aus Wasser.

Oberbürgermeister Markus Lewe (v.l.), FH-Präsident Prof. Dr. Frank Dellmann, Moderatorin Eva-Maria Jazdzejewski und WWU-Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels eröffneten den „Schlauraum“. Foto: Matthias Ahlke

Es wurde beim Auftakt allerdings nicht nur geredet: Auch die Besucherinnen und Besucher waren gefragt – etwa bei einem interaktiven Quiz. Dabei mussten sie ihr Wissen über Wasser unter Beweis stellen. Die Fragen reichten von „Wie lang ist die Aa von der Quelle bis zur Mündung?“ (Antwort: 43 Kilometer) über „Wie viel Liter Wasser trinkt ein Mensch im Schnitt im Laufe seines Lebens?“ (44 000 Liter) bis hin zu „Wie hoch ist der Wasseranteil im menschlichen Gehirn?“ (80 Prozent).

Mitmachexperimente und Wissenswertes über das Forschen

Die jüngeren Besucher konnten derweil bei Mitmachexperimenten die vielfältigen Formen von Wasser entdecken. Über das Forschen klärte Q.Uni-Projektkoordinatorin Jessica Oertel die Kinder auf. „Dafür braucht man Team- und Begeisterungsfähigkeit sowie Neugier“, sagte sie und demonstrierte im Anschluss einige Versuche wie etwa den „Cola-Mentos-Geysir“.

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