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Tag der Agroforstsysteme

Wege zu einer nachhaltigen Landwirtschaft

Münster

Die studentische Initiative für Landwirtschaftlichen Wissensaustausch (ILWA) hat am Dienstag mit Vertretern aus Landwirtschaft und Wissenschaft über Agroforstsysteme diskutiert. Dabei geht es um Gestaltungsansätze, die die Landwirtschaft fit für die Zukunft machen sollen.

von Jan-David Runte

Streuobstwiesen sind eine klassische Form der Agroforstsysteme. Foto:

„Das ist der Moment, auf den wir alle gewartet haben“, sagt Thomas Middelanis. Zum ersten Mal seit über einem Jahr können er und weitere Interessierte wieder einen Uni-Hörsaal betreten und Vorträgen über Agroforstsysteme folgen. Das klingt nach einem sehr technischen Thema, aber im Prinzip geht es um eine nachhaltige Gestaltung der Landwirtschaft. Felder sollen möglichst vielfältig bepflanzt werden, ohne dass dabei die Wirtschaftlichkeit außer Acht gelassen wird. Klassische Formen der Agroforstsysteme sind beispielsweise Streuobstwiesen und Gehölzstreifen zwischen den Feldern.

Doch nicht nur vor Ort wird über die Landwirtschaftsmodelle der Zukunft gesprochen, über das Internet haben sich 40 weitere Menschen zugeschaltet, die teilweise gar nicht aus Münster kommen – ein großer Vorteil der ersten Hybrid-Veranstaltung der studentischen Initiative für Landwirtschaftlichen Wissensaustausch (ILWA) aus Münster.

Praktisch umsetzbare Lösungen finden

Da sind auch kleinere technische Probleme am Anfang verständlich: „Der Hörsaal wurde jetzt über ein Jahr nicht benutzt, der muss erstmal warm werden“, sagt Julia Binder, die die ILWA zusammen mit Thomas Middelanis ins Leben gerufen hat. Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern der ILWA wollen sie Vertreterinnen und Vertreter von Landwirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ins Gespräch bringen. Das Team der ILWA besteht daher nicht nur aus Studierenden, sondern auch aus Landwirten und Professoren. Praktisch umsetzbare Lösungen spielen eine große Rolle.

Das wird auch bei den Vorträgen deutlich: Michael Dicke­duisberg von der Landwirtschaftskammer NRW kritisiert beispielsweise die „hohen Hürden“, denen Landwirte bei der Anlage eines Agroforstsystems ausgesetzt sind. Teilnehmer Philipp Schäning merkt an, dass Agroforstsysteme kein Allheilmittel seien und „das System zur Landschaft passen muss“. Dennoch sei das Münsterland innerhalb von NRW für diese Bewirtschaftungsform besonders geeignet, da es hier viele große Flächen gebe.

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