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Eröffnung

Start der Weihnachtsmärkte in Münster

Münster

Zeit für Glühwein und gebrannte Mandeln: Am Montagnachmittag wurden die sechs Weihnachtsmärkte in Münster offiziell eröffnet. Bis kurz vor Weihnachten kann nun gebummelt und geschlemmt werden.

Von Karin Völker

Seit Montag sind die Weihnachtsmärkte in Münster geöffnet.  Foto: Oliver Werner

Startschuss für die Weihnachtsmärkte 2022 in Münster: Als Bürgermeisterin Angela Stähler am Montagnachmittag die Lichterkette von Münsters größtem Weihnachtsbaum vor der Lambertikirche anknipsen lässt und damit die Weihnachtsmärkte in der Innenstadt eröffnet, ist es offiziell. Die Weihnachtszeit hat auch in Münster Einzug gehalten und wird die Stadt bis einen Tag vor Heiligabend im Griff behalten.

Die gut gelaunten Frauen des Kegelclubs „Bammimecks“ aus Bad Bentheim sind schon mittags mit Glühwein in die Weihnachtszeit gestartet. Da haben die Buden der sechs Märkte erst seit wenigen Minuten offen. „Wir kommen jedes Jahr möglichst schon in den ersten Tagen hierher“, erzählen die Freundinnen aus Niedersachsen – „Weihnachtsmarkt in Münster, das hat für uns Tradition“.

Preise sind zum Teil gestiegen

Anders als für Lena Baldus. Sie steht kurz vor 12 Uhr in ihrer Markthütte auf dem Harsewinkelplatz und fiebert ihrer Weihnachtsmarktpremiere entgegen. Die Designerin aus Münster hat sich gerade selbstständig gemacht und verkauft ihre Produkte an einem Gemeinschaftsstand. Nebenan legt David Büchler vom Biofrittenstand letzte Hand an, bevor die Fritteuse angeworfen wird. Die Kartoffeln vom Biohof in Roxel kommen frisch ins Fett. Der Preis inklusive handgemachter Saucen liegt bei 5,50 Euro, „50 Cent mehr als im vergangenen Jahr“, sagt Büchler.

Höhere Preise bei Pommes, Bratwurst und gebrannten Mandeln

Die Teuerung ist auf den Weihnachtsmärkten für fast alle Händler ein Thema – vor allem jene, die Fritteusen, Grills und Herde betreiben. Rolf Melitz Chef vom Imbissstand Stürzl an der Klemensstraße, hat den Preis für seine Bratwurst ebenfalls um 50 Prozent erhöht. Er habe massiv höhere Kosten, sagt er, auch beim Stundenlohn. „Sonst findet man niemanden zum Arbeiten mehr.“

Rapsöl doppelt so teuer wie 2021

Rüdiger Genius, Inhaber des gleichnamigen Reibekuchenstandes im Rathausinnenhof, wuchtet einen Zehn-Liter-Kanister Rapsöl in die Höhe. „Kostet doppelt so viel wie letztes Jahr“, sagt Genius, der sich kurz nach 12 Uhr schon einer langen Schlange gegenübersieht. Er habe den Preis von 4,40 Euro für drei Reibeplätzchen gehalten: „Irgendwo ist für die Kunden eine Grenze.“ Die beiden Rentner aus Selm, die jetzt dran sind, kommen einmal im Jahr – so oder so: „Ich würde auch sechs Euro zahlen“, sagt einer. Wer heute schon über die Weihnachtsmärkte schlendert, der ist gezielt gekommen – und voller Vorfreude, wie Agnes Grothusmann aus Haltern. Sie ist sofort in der „Kugelbude“ auf dem Aegidiimarkt hängengeblieben. Hier baumelt alles für jene, die ihren Weihnachtsbäumen mit kunsthandwerklich aufwendig gefertigten Weihnachtskugeln eine besonders individuelle Note geben wollen. Nebenan auf einem rot-goldenen Sofa am Eingang lassen sich immer wieder Besucher zum Erinnerungsfoto nieder – und strahlen in die Handykameras.

33 Tage Weihnachtsmarkt

Letztere werden Hundertfach in die Luft gereckt, als um 17 Uhr die Glühlampen am großen Tannenbaum am Lambertikirchplatz aufleuchten. Dass es diesmal nur gut halb so viele Lichter sind wie sonst, stört hier gerade niemanden. Weihnachtsstimmung macht sich breit – hier in der Innenstadt für die nächsten 33 Tage.

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