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Aktion der Abfallwirtschaftsbetriebe

Weihnachtsmarkt am Harsewinkelplatz „Zahl, was es dir wert ist“

Münster

Was haben ein Tannenbaum, ein Bollerwagen und nützlicher Kleinkram gemeinsam? Alles wurde an der Ehrenamtshütte auf dem X-MAS Weihnachtsmarkt angeboten. Unter dem Motto „Zahl, was es dir wert ist“ luden die Abfallwirtschaftsbetriebe zum Stöbern ein.

Ulla Herweg (r.) und Brigitte Hahn (2.v.r.) wurden bei der Aktion der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster fündig – ganz zur Freude von Leonie Weber (Fairteilbar) und Nicolai Meyer, Nachhaltigkeitspädagoge bei den AWM. Foto: Simon Beckmann

Original verpackte Schuhe, gut erhaltene Bücher, ein Skateboard und sogar ein Tannenbaum, den man zusammenstecken kann: An der Ehrenamtshütte auf dem X-MAS Weihnachtsmarkt am Harsewinkelplatz gab es am Montag und Dienstag allerhand nützliche Gegenstände zu entdecken und mitzunehmen. Das Besondere: Die angebotenen Waren kamen nicht aus erster Hand – und dafür konnte man bezahlen, was man wollte.

Zu der Aktion, die unter dem Motto „Zahl, was es dir wert ist“ stand und zum ersten Mal stattgefunden hatte, hatten die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) aufgerufen. „Wir wollen damit den Fokus auf Abfallvermeidung, Ressourcenschutz und unser Wechselstuben-Angebot lenken“, sagte Nicolai Meyer, Nachhaltigkeitspädagoge bei den AWM.

Umgebaute Telefonzellen

Die Wechselstuben sind umgebaute Telefonzellen, die auf den elf Recyclinghöfen im Stadtgebiet zu finden sind. „Die Bürgerinnen und Bürger können dort gut erhaltene Sachen ablegen, die sie sonst entsorgt hätten“, erklärte Meyer. Teilweise würden auch noch neue Gegenstände in den Wechselstuben landen. Diese könnten dann einfach vom nächsten Interessierten mitgenommen werden. „So wird den Sachen ein zweites Leben eingehaucht“, bemerkte der Nachhaltigkeitspädagoge.

Bei der Aktion auf dem Weihnachtsmarkt fanden vom Rucksack über Bücher bis hin zu nützlichem Kleinkram viele Dinge aus den Wechselstuben ihren Platz auf der „Verkaufstheke“. Spontan hätten laut Meyer auch noch einige Bürgerinnen und Bürger Gegenstände abgegeben. Gegen eine Spende für die Tafel wechselten diese dann den Besitzer.

Bollerwagen und Bücher

Ein Beispiel: ein Bollerwagen. „Der war jemandem 40 Euro wert“, berichtete Meyer. Ein anderes Beispiel: ein Buch, das Ulla Herweg gegen eine Spende gerne mitgenommen hat. Die Warendorferin hatte aus der Zeitung von der Aktion erfahren und die Ehrenamtshütte gezielt angesteuert. „Das ist einfach gut, solche Gegenstände vor dem Müll zu retten“, sagte sie. Ihre Bekannte, Brigitte Hahn aus Münster, schlug ebenfalls zu – nützlicher Kleinkram. Ganz zur Freude von Meyer, der mit der Resonanz gut zufrieden war. Vor allem nachmittags sei ordentlich was los gewesen. Zudem hätten sich die Menschen teilweise sehr großzügig gezeigt. „Einige haben einfach gespendet, ohne etwas mitzunehmen.“

Schuhe, Deko, ein Adventskalender und vieles mehr wurde bei der AWM-Aktion angeboten. Foto: Simon Beckmann

Neuauflage angekündigt

Auch die Initiative „Fairteilbar“ machte im Übrigen bei der Aktion mit – mit Plätzchen, Bananenbrot und anderen selbst hergestellten Produkten aus geretteten Lebensmitteln.

Bei der Premiere von „Zahl, was es dir wert ist“ soll es nicht bleiben. Meyer kündigte eine Neuauflage an.

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