Corona-Lage in Münster

Weiterer Todesfall - aber deutlich weniger Infizierte

Münster

Deutlicher Rückgang bei der Zahl der Infizierten und auch bei der Inzidenz: Doch die Corona-Lage in Münster entwickelt sich nicht ausschließlich positiv. Am Donnerstag hat es einen weiteren Todesfall gegeben. Und auch bei den Impfangeboten bremst der Krisenstabsleiter die Euphorie.

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Der Biontech-Impfstoff ist in Münster weiter knapp, sagt Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer. Foto: dpa (Symbolbild)

In Münster hat es einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Nach Angaben der Stadt ist eine 76-jährige Frau mit einer Covid-19-Pneumonie gestorben. Damit sind seit Beginn der Pandemie 116 Münsteranerinnen und Münsteraner an oder mit Corona gestorben.

Die Zahl der Menschen, die nachweislich mit dem Coronavirus infiziert sind, ist weiter stark zurückgegangen. Am Freitag meldete die Stadt 261 Infizierte, am Mittwoch waren es noch 319. Die Stadt hat am Freitag auch nachträglich Corona-Zahlen für den Feiertag am Donnerstag gemeldet. Insgesamt hat es Donnerstag und Freitag 16 Neuinfektionen und 73 Gesundmeldungen gegeben:

  • Donnerstag (13. Mai): elf Neuinfektionen, 42 Gesundmeldungen, ein Todesfall,
  • Freitag (14. Mai): fünf Neuinfektionen, 31 Gesundmeldungen.

Mehr als 8000 Infektionen in Münster

Seit Beginn der Pandemie hat es in Münster nachweislich 8001 Corona-Infektionen gegeben. 7624 Menschen sind mittlerweile wieder genesen. In den Krankenhäusern werden derzeit 29 Covid-Patienten behandelt, 14 davon auf Intensivstationen, zehn mit künstlicher Beatmung.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Münster ist am Freitag erneut deutlich gesunken. Mit 35,5 (-7) hat Münster nach Angaben des Robert-Koch-Instituts den niedrigsten Wert in Nordrhein-Westfalen. Schon ab Samstag sind in Münster Öffnungen der Außengastronomie möglich.

Biontech-Impfstoff in Münster knapp

Im Impfzentrum der Stadt Münster wurden bislang 64.499 Biontech-Impfeinheiten verimpft, 26.669 Astrazeneca-Einheiten, 2542 Moderna-Einheiten und 252 Johnsen&Johnsen-Einheiten. Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer warnt in einer Pressemitteilung der Stadt vor übertriebenen Erwartungen an die Impfstoffversorgung in den kommenden Wochen. „Zuletzt kursierten mehrfach Meldungen, denen zufolge sich die Versorgung vor allem mit dem beliebten Biontech-Impfstoff schon binnen der nächsten Wochen deutlich verbessern soll. Diese Informationen können wir nicht bestätigen und es zeichnet sich im Gegenteil ab, dass wir auf absehbare Zeit gerade von diesem Impfstoff weniger Angebot als Nachfrage haben werden“, so Wolfgang Heuer.

Die öffentlich geweckten Erwartungen könnten problematische Folgen haben. So sei zu befürchten, dass Impfberechtigte eine Impfung mit einem anderen Impfstoff ablehnen, weil sie in dem Irrglauben sind, schon bald einen Impfstoff ihrer Wahl zur Verfügung gestellt zu bekommen. Heuer warnt: „Solche Kalkulationen sind nach unserem Kenntnisstand ein riskantes Unterfangen. Wer einen Impfstoff angeboten bekommt, darf davon ausgehen, dass dieser Impfstoff auch für ihn oder sie geeignet ist. Wer allzu wählerisch ist, gefährdet damit seine eigene Gesundheit und die der Gemeinschaft.“

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