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Auswertung des Wahlergebnisses

Wer in Münster bei der Bundestagswahl 2021 wie abgestimmt hat

Münster

Die Grünen waren in Münster klarer Gewinner bei der Bundestagswahl 2021. Doch welche Partei wurde von welcher Altersgruppe besonders oft gewählt? Die Stadt gibt in einer Auswertung nun einen detaillierten Einblick.

Welche Altersgruppe hat in Münster wie gewählt? Eine Auswertung der Stadt gibt einen detaillierten Einblick. Foto: IMAGO/Patrick Scheiber

Die Statistikdienststelle der Stadt hat die Ergebnisse der Bundestagswahl 2021 nach Alter und Geschlecht erfasst, ausgewertet und aufbereitet. Dargestellt werden diese in der repräsentativen Wahlstatistik für Münster.

Von den jungen Wählerinnen und Wählern bis 25 Jahre entschied sich knapp die Hälfte (47,9 Prozent) mit der Erststimme für die Kandidatin der Grünen, Maria Klein-Schmeink. Bei den Frauen dieser Altersgruppe lag der Anteil noch darüber (55,8 Prozent). Wählerinnen und Wähler ab 70 Jahre gaben Erst- und Zweitstimme größtenteils der CDU. Stefan Nacke, erhielt von dieser Altersgruppe mehr als die Hälfte aller Erststimmen (54 Prozent).

Repräsentative Wahlstatistik

Stimmen der Jungen gingen an Grüne und FDP

Während Klaus Kretzer von der FDP und Maria Klein-Schmeink von den Grünen vor allem von Personen unter 35 Jahre gewählt wurden, waren die Wählerinnen und Wähler des CDU-Kandidaten Stefan Nacke zu 44,9 Prozent 60 Jahre und älter. Für Svenja Schulze von der SPD stimmten alle Altersgruppen gleichermaßen.

Bei allen vier Parteien gibt es eine hohe Stimmenbindung bei der Erststimme: Bei der CDU stimmten 76,7 Prozent auch mit der Zweitstimme für die CDU, bei der SPD waren es 70,2 Prozent, bei der FDP 78,1 Prozent und bei den Grünen 75,4 Prozent.

Bei den Zweitstimmen stellt sich die Situation folgendermaßen dar: Von den Wählerinnen und Wählern, die ihre Zweitstimme der CDU gaben, wählten 89,5 Prozent auch mit der Erststimme den CDU-Kandidaten. Bei den Grünen wählten 79,9 Prozent der Zweistimmen auch mit der Erststimme die Grünen-Kandidatin, bei der SPD waren es 72,2 Prozent und bei der FDP 47,8 Prozent.

Höchste Wahlbeteiligung bei Menschen ab 70 Jahren

Knapp die Hälfte der jungen Wählerinnen und Wähler im Alter von 18 bis 20 Jahren nutzte ihr Wahlrecht im Wahllokal (47,6 Prozent), während 27,4 Prozent von der Briefwahl Gebrauch machten. Ein Viertel der jungen Wahlberechtigten nutzte das Wahlrecht nicht. Bei den Wahlberechtigten im Alter von 21 bis 24 Jahren ließ ein Fünftel (20 Prozent) die Chance verstreichen, über die Zusammensetzung des Bundestages mitzubestimmen.

Die höchste Wahlbeteiligung erreichte in Münster die Gruppe der Wahlberechtigten ab 70 Jahre. Ihr Anteil lag bei 87 Prozent. Mehr als die Hälfte der Seniorinnen und Senioren nutzte die Briefwahl, um ihre Stimme abzugeben.

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