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Andrang bei Ausbildungsmesse „Vocatium“

Wieder direkter Kontakt zu Betrieben

Münster

Großer Andrang bereits am ersten Messetag der „Vocatium“ in der Halle Münsterland. 70 Aussteller, darunter Betriebe, Hochschulen, Fachschulen und Institutionen, präsentieren sich, beantworten Fragen und sichten Fachkräftenachwuchs.

Von Karin Höller

Viele Schüler hatten bereits im Vorfeld der Messe Gespräche bei einzelnen Ausstellern abgemacht. Vor allem Zehntklässler sondieren bei der „Vocatium“, wo sie im nächsten Sommer nach der 10. Klasse ihre Ausbildung beginnen können. Foto:

Darauf haben die Schüler lange gewartet. Entsprechend groß war am Donnerstag der Andrang bei der „Vocatium“, der Messe für Ausbildung und Studium, in der Halle Münsterland. Mit Online-Veranstaltungen, die coronabedingt als Notlösung vielerorts eingeführt wurden, „fängt man die Schüler nicht wirklich“, hat Realschullehrerin Cornelia Bögner festgestellt. Sie ist mit vier Zehner-Jahrgängen aus Greven angereist, die jetzt zwei Stunden Zeit haben, in Wunsch-Berufsfeldern mit Betriebsinhabern Anforderungen zu eruieren und auszuloten, ob die Chemie stimmt.

Da die Messevorbereitung bereits im Unterricht lief und jeder Schüler schon im Vorfeld bis zu drei Vorstellungsgespräche ausmachen konnte, sind die jungen Leute sehr strukturiert in der Messehalle unterwegs. Annalena (15) ist sich bereits sicher, dass sie im kaufmännischen Bereich Fähigkeiten und Interessen am besten vereinbaren kann. Und da sie den Schwerpunkt im Bereich Landwirtschaft setzen möchte, hat sie ein Gespräch bei einer Molkerei mit dem Ausbildungsziel Industriekauffrau und ein zweites Gespräch zum Ausbildungsgang Großhandelskauffrau bei einem Baustoffhandel ausgemacht. „Ich möchte aber auch noch in andere Bereiche hineinschnuppern“, ergänzt sie.

Spontane Vorstellungsgespräche

Eher in den sozialen Bereich zieht es Emily, die mit ihrer Klasse aus Lüdinghausen angereist ist. „Leider hatte ich wegen Corona keine Chance, ein Praktikum zu machen“ – wie so viele. Deshalb ist sie heilfroh, dass es auch ganz spontan am Stand des Uniklinikums geklappt hat, sich über die Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten und bei der Caritas über die begleitende Pflege zu informieren.

Insgesamt 1800 Schüler waren im Vorfeld für die „Vocatium“ 2021 angemeldet, erklärt Projektleiterin Leyla Korkmaz. Da die Plätze für spontane Besuche auch am zweiten Messetag am heutigen Freitag von 8.30 bis 15 Uhr coronabedingt begrenzt sind, gibt es Gelegenheit, am 5. Oktober auf www.vocatium.de per Videochat mit Experten zu sprechen.

Hemmschwellen abbauen

Im Berufswahlprozess sei die „Vocatium“, die vom Institut für Talententwicklung organisiert wird und deren Schirmherr Oberbürgermeister Markus Lewe ist, eine wichtige Veranstaltung, „da sie Hemmschwellen abbaut und ein gutes Training für die heiße Bewerbungsphase ist“, weiß Lehrerin Cornelia Bögner, die mit Schülern bereits zum sechsten Mal dabei ist. „Und jedes Mal ergeben sich Praktika oder Ausbildungsverhältnisse.“

Zur „Vocatium“ gehört das Begleitbuch „Chancen im Münsterland“ mit einer Auflage von 4000 Exemplaren. Das Nachschlagewerk zeigt jungen Menschen regionale und überregionale Bildungsanbieter. Weitere Angebote gibt es in der Suchbörse auf erfolg-im-beruf.de

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