1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Münster: Wilsberg startet mit Verkehrsunfall ins neue TV-Jahr

  8. >

ZDF-Krimi

Wilsberg startet mit Verkehrsunfall ins neue TV-Jahr

Münster

Das war knapp. Beinahe wäre Wilsbergs Freund Ekki von einem Auto erfasst worden. Um einen Verkehrsunfall aber geht es in der neuen Folge des ZDF-Krimis nicht. Vielleicht um Mord? Als das Fahrzeug steht, ist der Fahrer tot.

Von Carsten Linnhoff, dpa

Wilsberg (Leonard Lansink) stößt bei seinen Ermittlungen auf unerwartete Hindernisse. Foto: ZDF/Thomas Kost

Georg Wilsberg schlendert mit Freund Ekki durch Münsters Innenstadt. Vorbei an einer Kirche laufen die beiden in Richtung Antiquariat und diskutieren dabei über moderne Verkaufsmethoden. Der Händler von gebrauchten Büchern und ständig klamme Privatdetektiv will lieber nichts Neues ausprobieren und sich auf seine Stammkunden konzentrieren. „Auf die zwei oder drei?“, fragt sein Freund ironisch – und wird von Wilsberg in letzter Sekunde von der Straße gezogen. Vor den Augen der beiden scheppert es. Ein Autofahrer kracht in mehrere geparkte Autos – und ist sofort tot.

Zu Beginn der Folge „Fette Beute“ der „Wilsberg“-Krimireihe (ZDF, Samstag, 20.15 Uhr) geraten Wilsberg (Leonard Lansink) und Ekki Talkötter (Oliver Korittke) unter Verdacht, den Verkehrsunfall wegen ihrer Unaufmerksamkeit verschuldet zu haben. Wilsberg-Fans aber wissen schnell, das ist Blödsinn. Der Tote ist Mitarbeiter eines hippen Internet-Start-ups. Im Handschuhfach liegen verdächtige Tabletten.

Wilde Geschichte über Erfolgsdruck und Missgunst

Regisseur Martin Enlen und Drehbuchautor Stefan Rogall führen die Zuschauer in eine wilde Geschichte um Erfolgsdruck, Missgunst im Management und Ärger mit der Konkurrenz. Das neue Start-up sorgt im Münsterland für viel Aufmerksamkeit mit einer App, über die Dienstleistungen wie Hausmeistertätigkeiten vermittelt werden. Die Kunden freuen sich – der Mittelstand tobt wegen der unerwünschten preisgünstigen Konkurrenz.

Für die Zuschauer die größte Herausforderung: In dem Wirrwarr aus Ermittlern, Verdächtigen und Opfern noch durchzublicken. Die Wilsberg-Macher nehmen sich da auf die eigene Schippe und lassen Ekki kritisch anmerken: „Schläft hier jeder mit jedem?“ Und ein weiterer Drehbuchkniff in dieser Krimi-Komödie: Kommissar Overbeck (Roland Jankowsky), der sich auch in dieser Episode mehrfach zum Deppen macht, bekommt einen Oberdeppen an die Seite gestellt. Andreas Merker spielt einen dämlichen Streifenpolizisten, der Overbeck bei den Ermittlungen helfen soll – und treibt seinen Vorgesetzten in den Wahnsinn.

Jeder könnte der Täter sein

Stephan Grossmann („Familie Bundschuh“) spielt einen fiesen Investor, Michelle Barthel („Tatort“) und Ron Helbig („In aller Freundschaft“) die sich streitenden Firmenchefs. Auch Moritz Heidelbach („Familie Dr. Kleist“) und Hans Brückner („Der Pass“) liefern sich ein packendes Vater-Sohn-Duell im Streit um die Zukunft der familieneigenen Schreinerei. Da die App-Gründer eine Belohnung von einer Million Euro zur Klärung des Todes ihres Mitarbeiters ausgesetzt haben, ermitteln alle – und jeder könnte auch der Täter sein.

Am Ende bleibt eine Frage offen: Wer hat hier eigentlich fette Beute gemacht?

Startseite
ANZEIGE