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Fotografien im Stadtmuseum

Wimmelbild im Wasser

Münster

Ab Samstag wird im Stadtmuseum die Ausstellung „Schwimmbad“ von Gerhard Westrich gezeigt. Der Künstler ist selbst passionierter Schwimmer. Eines seiner Bilder sticht derweil besonders hervor.

Von Jan-David Runte

Der Berliner Fotograf Gerhard Westrich präsentiert im Stadtmuseum seine Ausstellung „Schwimmbad“. Zusammen mit Mitgliedern seines Schwimmvereins hat er beeindruckende Unterwasseraufnahmen erstellt. Foto: Jan-David Runte

„Wenn ich mir das ansehe, höre ich Wasser spritzen und rieche Chlor“, sagt Katharina Tiemann zu einem der Bilder. Sie ist die Geschäftsführerin der Friedrich-Hundt-Gesellschaft, die ab Samstag die Ausstellung „Schwimmbad“ von Gerhard Westrich im Stadtmuseum zeigt.

Der Berliner Künstler ist selbst passionierter Schwimmer. Zusammen mit seinem Schwimmverein in Berlin hat er einige Schwimmerinnen und Schwimmer abgelichtet – die meisten davon unter Wasser. Es ist das erste Mal, dass diese Bilder in so großem Format ausgestellt werden. Davor konnte man sie nur in Zeitschriften oder im Internet sehen.

Mehrere Aufnahmen übereinander

Ein Bild sticht durch seinen Stil besonders hervor: das Wimmelbild. Fast 60 Menschen sieht man dort, wie sie im Wasser planschen und am Beckenrand gestikulieren. Dabei waren beim Shooting selbst nur etwa 15 Leute anwesend. Das Bild ist durch Übereinanderlegen mehrerer Aufnahmen entstanden.

Wenn man genau hinschaut, sieht man bestimmte Personen mehrmals im Bild. Für so eine Fotomontage braucht es einiges an Vorüberlegungen und Nachbearbeitung. Die Arbeitsschritte kann man auf der Ausstellung daher in einem Video mitverfolgen. Der aufmerksame Beobachter kann den Kameramann des Videos sogar auf dem Wimmelbild erkennen.

Ein Wimmelbild voller Selbstdarstellungen

Es ist nicht die erste Montage Westrichs. Während des Lockdowns hat er ein Wimmelbild voller Selbstdarstellungen in seinem Atelier gemacht. Auch das wird auf der Ausstellung zu sehen sein. Aktuell verpasst Westrich dem Ausstellungsraum den letzten Schliff. Die Beleuchtung wird noch ausgerichtet, der Bildschirm mit dem Video fehlt noch. Bis zur Eröffnung am Samstag (4. September) ist aber alles erledigt.

Pünktlich zum „Schauraum“ können die Besucher des Stadtmuseums dann in die Fotografien Westrichs eintauchen. Der Fotograf wird bei der Eröffnung am Samstag um 19 Uhr selbst anwesend sein und ein Künstlergespräch führen. Die Ausstellung geht bis zum 7. November. Der Eintritt ist frei.

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