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Kreuzviertelfest

Vorbereitungen für 2022 laufen - mit großer Vorfreude

Münster

Als der Vorstand der Geschäftsleute Anfang Juni das Kreuzviertelfest absagte, löste das bei manchem Staunen aus. Schließlich waren die Inzidenzen zu dem Zeitpunkt niedrig. Doch die Unwägbarkeiten waren zu groß, betonten die Organisatoren damals – und fühlen sich heute bestätigt.

Von Gabriele Hillmoth

Werden in diesem Jahr nicht zum Kreuzviertelfest einladen: (v.l.) Organisator und Moderator Wolfgang Halberscheidt, Schatzmeister Joachim Pues und Eva-Maria Husemeyer (Vorsitzende der Werbegemeinschaft) Schatzmeister Joachim Pues und Foto: gh

In einer Woche wäre es soweit gewesen, dann hätte das Kreuzviertel zum 33. Mal gefeiert. Doch es kam anders. Anfang Juni legte der Vorstand der Kreuzviertler Geschäftsleute alle Pläne für das Fest auf Eis. Die Corona-Lage und immer neue Bestimmungen lassen ein Fest in dieser Größenordnung mit Tausenden von Besuchern nicht zu – darin ist sich der Vorstand einig.

Dabei sahen die Zahlen in Münster nach der Entscheidung noch gut aus. Heute aber sind Eva-Maria Husemeyer, Vorsitzende der Werbegemeinschaft, und Schatzmeister Joachim Pues froh, so gehandelt zu haben. „Wir fühlen uns bestätigt“, sagt Husemeyer.

Marke „Kreuzviertelfest“ wäre beschädigt worden

Viele Dinge beeinflussten die Absage. Hygienevorschriften, Sicherheitsvorkehrungen und eine begrenzte Besucherzahl zählen Husemeyer und Pues auf. Die Marke „Kreuzviertelfest“, die im Laufe der drei Jahrzehnte mit viel Energie entwickelt worden sei, wäre aufgrund der neuen Regelungen stark beschädigt worden, befürchtet der Vorstand.

Dabei prägen unter anderem Begegnungen aller Generationen in einem gemütlichen Rahmen rund um die Kirche das Fest, das die rund 50 Mitglieder der Werbegemeinschaft im Kreuzviertel für die Besucher ausrichten. „Dafür lohnt es sich, sich zu engagieren“, sagt Pues. Für Betriebe und Dienstleister sei es eine Möglichkeit, sich zu präsentieren, betont Husemeyer.

Anwohner Teil der Besucherzahl?

Ein Blick des Vorstands geht auch zur Nachbarschaft rund um die Kreuzkirche. Ihr möchten die Organisatoren in diesem Jahr keine weiteren Begrenzungen und Einschränkungen mehr zumuten. „Das können wir nicht verlangen und auch nicht erwarten“, betont die Vorsitzende. Unklar war es beispielsweise, ob die Anwohner in eine begrenzte Besucherzahl eingerechnet werden oder nicht. Maximal ein Drittel der bisherigen Besucherzahl eines normalen Kreuzviertelfestes wäre erlaubt gewesen.

Auch das musikalische und gastronomische Angebot hätte zu einem großen Teil abgespeckt werden müssen. Auftritte hätten vor einer Besucherkulisse mit weitem Abstand stattfinden müssen. Demgegenüber wären die Kosten stark gestiegen, rechnet Pues vor. Allein die Sicherheitskosten hätten sich verdoppelt.

Bands stehen für 2022 in den Startlöchern

Insgesamt müsste sich ein Fest in der Größenordnung auch finanzieren lassen, so der Schatzmeister. Programmpunkte wie das Rudelsingen wären mit Besuchern dicht an dicht vor der Bühne nicht möglich gewesen, erklärt Wolfgang Halberscheidt.

Er kümmert sich ehrenamtlich um das Programm des Kreuzviertelfestes und freut sich, dass alle Musiker großes Verständnis zeigten und bereits für das Fest 2022 zugesagt hätten. „Die Bands stehen in den Startlöchern“, erklärt der Programmberater.

Der Vorstand der Kreuzviertler Geschäftsleute plant bereits für das Fest im nächsten Jahr. Zuvor aber treffen sich die Mitglieder der Werbegemeinschaft Ende September zur Jahreshauptversammlung, bei der es auch um Vorstandswahlen geht. Husemeyer und Pues würden sich – vorausgesetzt, sie werden in ihrem Ämtern bestätigt – weitere drei Jahre engagieren.

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