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Neue Herausforderungen

Wohn- und Stadtbau setzt auf „Smart Home“ und E-Mobilität

Münster

Die Wohn- und Stadtbau setzt verstärkt auf „Smart-Home“-Lösungen. Auch Ladestationen für die E-Mobilität werden immer öfter bei Neubauprojekten umgesetzt. Am Freitag zog das Unternehmen seine Jahresbilanz – und blickte auf die kommenden Herausforderungen.

Von Martin Kalitschke

Die Arbeiten auf dem Gelände der früheren York-Kaserne aus der Luft: oben links entstehen Studentenwohnungen, darunter (quadratische Fläche) eine zweigeschossige Kita. Foto: Wohn- und Stadtbau

„Smart Home“ an der Bonhoefferstraße: Die städtische Wohnungsbaugesellschaft Wohn- und Stadtbau hat erstmalig einen von ihr errichteten Neubau mit Geräten zur Visualisierung des Energieverbrauchs ausgestattet. Über ein fest installiertes Tablet im Eingangsbereich der Wohnungen können nicht nur die Rolläden gesteuert werden – das Gerät zeigt auch den aktuellen Energieverbrauch an. Ziel sei es, so das Verbraucherverhalten zu sensibilisieren, betonte Geschäftsführer Dr. Christian Jäger am Freitag auf der Bilanzpressekonferenz. Damit nicht genug: Über das Tablet können auch Informationen wie Abfallentsorgungstermine und die aktuellen Busverbindungen abgerufen werden. Auf diese Innovation sei er „stolz“, so Jäger.

Auch in anderen Bereichen geht die Wohn- und Stadtbau mit der Zeit. Photovoltaik-basierte Mieterstrommodelle und Ladestationen für die Elektromobilität werden ebenso immer öfter bei Neubaumaßnahmen umgesetzt wie innovative Nahwärmelösungen. Großzügige Parkflächen für Fahrräder, Elektroräder und Lastenräder wird es demnächst unter anderem bei einem Projekt am Louise-Rappoport-Weg im York-Quartier mit insgesamt rund 160 Wohnungen geben.

Viele Projekte abgeschlossen

Eine ganze Reihe von Projekten wurde im vergangenen Jahr abgeschlossen. So wurde am Wiegandweg die Umwandlung des unter Denkmalschutz stehenden, früheren Lazarettgebäudes der York-Kaserne in eine Kita und eine Jugendeinrichtung abgeschlossen.

An der Hiltruper Baumschule sind 34 geförderte Wohnungen und 36 frei finanzierte Mietwohnungen inzwischen fertiggestellt worden. Alle Einheiten sind bereits vermietet. Ende 2021 sollen weitere 36 Eigentumswohnungen bezugsfertig sein. Der ebenfalls von der Wohn- und Stadtbau errichtete Lidl-Markt wird am 29. Juli seine Pforten öffnen.

Am Gescherweg in Gievenbeck sollen in Kürze die Arbeiten für das „Haus Gescherweg“ beginnen. Hier werden später der Verein MuM, ein Jugendtreff und die ambulanten Dienste einziehen. Zudem entstehen hier 39 geförderte und 22 frei finanzierte Wohnungen.

Durchschnittsmiete leicht gestiegen

Ein weiteres großes Projekt der Wohn- und Stadtbau ist der „Südviertelhof“. Im Sommer soll die alte Josefschule abgerissen werden, auf dem Grundstück werden 36 geförderte Wohnungen, 23 frei finanzierte Wohnungen sowie Büroflächen entstehen.

Bei den bestehenden Wohnungen stieg die Durchschnittsmiete im vergangenen Jahr auf 6,12 Euro – ein nach Einschätzung der Wohn- und Stadtbau „moderater“ Wert. Allein im vergangenen Jahr seien 9,5 Millionen Euro für Instandhaltung und Modernisierung aufgewendet worden, vor allem für energetische Maßnahmen und die Verbesserung des Wohnumfeldes. Allein an der Von-Stauffenberg-Straße seien 3,7 Millionen Euro investiert worden. Einen Großteil der Kosten habe das Land übernommen. Überhaupt sei die Düsseldorfer Förderpraxis im Vergleich zu anderen Bundesländern beispielhaft, so Jäger.

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