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Erste Jubiläums-Ehrenamtskarten in Münster ausgegeben

Würdigung für Engagement

Münster

Wer mindestens 25 Jahre ehrenamtlich tätig ist, kann in Nordrhein-Westfalen mittlerweile die neu eingeführte Jubiläums-Ehrenamtskarte beantragen. 25 Inhabern aus Münster überreichte Oberbürgermeister Markus Lewe ihre Urkunde nun persönlich.

Von Björn Meyer

Oberbürgermeister Markus Lewe überreichte langjährig ehrenamtlich Engagierten die Urkunden zu ihrer Jubiläums-Ehrenamtskarte. Foto: Matthias Ahlke

Als Oberbürgermeister Markus Lewe am Mittwochnachmittag die Rüstkammer des Rathauses betritt, macht er einen Scherz. Schön kalt sei es ja hier, sagt Lewe mit Schweißperlen auf der Stirn.

An der Amtskette, die er umgelegt hat, ist derweil zu erkennen, dass nicht nur eine fröhliche, sondern vor allem eine feierliche Veranstaltung ansteht. Denn neben Lewe waren auch die ersten 25 münsterischen Inhaber der Jubiläums-Ehrenamtskarte in die Rüstkammer gekommen.

Ihnen wollte der Oberbürgermeister die dazugehörigen Urkunde persönlich überreichen. Ehrenamt, so betonte Lewe in einer Ansprache, sei der Dreh- und Angelpunkt in der Stadtgesellschaft, die Ehrenamtlichen Vorbilder.

Viele Vergünstigungen

Bereits seit September 2018 gibt die Stadt Münster die Ehrenamtskarte NRW aus. Menschen, die sich laut dem Land Nordrhein-Westfalen in besonderem zeitlichem Umfang für das Gemeinwohl engagieren, können mit der Karte die Angebote öffentlicher, gemeinnütziger und privater Einrichtungen vergünstigt nutzen.

Mittlerweile aber hat das Land NRW zusätzlich die sogenannte Jubiläums-Ehrenamtskarte eingeführt. Die Karte sei gedacht für langjährig Engagierte (mindestens 25 Jahre), die die wöchentlich geforderte Anzahl von fünf Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit für die normale Ehrenamtskarte nicht oder nicht mehr erbringen würden.

Die Botschaft dahinter ist klar: Wer sich über Jahrzehnte ehrenamtlich einbringt und eingebracht hat, dem soll ebenfalls Anerkennung zuteilwerden. Die Jubiläums-Ehrenamtskarte bringt dabei die selben Vergünstigungen wie die normale Ehrenamtskarte mit sich und gilt zudem zeitlich unbefristet.

Unterbrechungen in der Engagement-Biografie

Unterbrechungen in der sogenannten Engagement-Biografie, etwa für die Erziehung von Kindern, würden akzeptiert, heißt es seitens des Landes.

In der Rüstkammer zeigte sich am Mittwoch, dass sich viele der dort Anwesenden sogar weit mehr als 25 Jahre Dienst für Institutionen und Gemeinden, für Vereine oder Verbände eingesetzt haben.

Eine Dame, die sich bereits seit 68 Jahren ehrenamtlich engagiert, fragte Lewe nach ihren Beweggründen. Beispielhaft antwortete sie, dass es der Kontakt zu den Menschen sei, durch den sie über all die Jahre auch viel zurückbekommen habe. Es sei eben ein Geben und ein Nehmen.

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