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TUN-Ausstellung im Krameramtshaus

Zauberwald und Waldbrand

münster

Elf Künstler des TUN-Arbeitskreises stellen ihre Werke im Krameramtshaus aus. Das Thema ist „Faszination Landschaft“. Das findet sich in allen Werken wieder – die Interpretation dieses Themas bei den Kunstschaffenden ist jedoch sehr unterschiedlich.

Von Jan-David Runte

Monika Katschmarek (v.l.), Hildegard Backsmann, Ruth Neumann und Renate Backsmann sind vier von elf Künstlerinnen des TUN-Arbeitskreises, die ihre Werke im Krameramtshaus ausstellen. Foto: Oliver Werner

Eine Mondlandschaft, ein Zauberwald, Waldbrände in Australien – die Motive sind breit gefächert, doch verbunden durch ein Thema: Faszination Landschaft. Unter diesem Motto gestalteten elf Kunstschaffende des TUN-Arbeitskreises rund 40 verschiedene Werke.

„Es ist überraschend zu sehen, was die anderen hier gemacht haben“, findet Monika Katschmarek, Vorsitzende des Arbeitskreises.

Verschiedenste Stile

Elf verschiedene Künstler, da prallen auch verschiedene Stile und Motive aufeinander: „Ich erkenne in den Bildern schon die Stile der Künstler wieder“, meint Katsch­marek. Trotz – oder gerade wegen – der Unterschiede sind die Werke im Krameramtshaus nicht separat nach Künstlern getrennt aufgehängt. „Wir haben versucht, möglichst viel Ruhe und Harmonie in die Ausstellung zu bringen“, sagt Katschmarek. Deswegen haben sie eher auf Farben, Formen und Formate geachtet, um einen fließenden Übergang zwischen den Werken zu schaffen.

Neben den Motiven sind auch die Formate mannigfaltig: Viele der 40 Werke sind Malereien, Textilgestaltungen sind aber ebenso vertreten wie Druckgrafiken mit Fundholz. Selbst in der Größe unterscheiden sich die Werke stark: Während Hildegard Backsmann mit ihren beiden Textilbildern eine halbe Wand ausfüllt, wählte Ruth Neumann einzelne Ausschnitte aus ihren Aquarellmalereien, die jeweils nur wenige Zentimeter groß sind.

Waldbrände und „aus dem Bauch heraus“

Mit der Inspiration ist es nicht anders: „Ich muss aus dem Bauch heraus malen“, sagt Monika Katschmarek. Deswegen könne sie auch keine Auftragsarbeiten machen. Bei Renate Backsmann sind es hingegen reale Ereignisse. Die Waldbrände in Australien 2019 hätten sie so beschäftigt, dass sie diese in ihren Druckgrafiken verarbeiten wollte.

Wer sich die verschiedenen Werke anschauen möchte – die doch alle dasselbe Thema behandeln –, kann das bis zum 26. September im Krameramtshaus tun. Es wird während der gesamten Ausstellungszeit immer ein Künstler oder eine Künstlerin vor Ort sein. Der Eintritt ist frei.

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