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Konzert der Kantorei an der Apostelkirche

Zeichen für Demokratie und Völkerverständigung

Münster

Die Idee zu einem „Konzert für die Opfer von Krieg, Gewalt und Unterdrückung“ kam der Kantorei an der Apostelkirche schon vor zweieinhalb Jahren. Corona bremste die Pläne aus – doch nun wird aus der Idee doch noch Realität.

Die Kantorei an der Apostelkirche beim Jubiläumskonzert im September. Am Samstag steht ein ernsteres Thema musikalisch auf dem Programm. Foto: Günter Moseler

Das „Konzert für die Opfer von Krieg, Gewalt und Unterdrückung“ war ursprünglich als Gedenkkonzert zum Ende des Zweiten Weltkriegs für März 2020 geplant und musste aufgrund der damaligen Corona-Situation verschoben werden. Am Samstag (29. Oktober) um 20 Uhr bringt die Kantorei an der Apostelkirche das Konzertprogramm nun in der Apostelkirche zur Aufführung – in einer Zeit, in der das Thema der Chorwerke aktueller denn je ist.

Auf dem Programm stehen Max Regers (1873-1916) Hebbel-Requiem op. 144b, Ralph Vaughan Williams (1872-1958) Kantate „Dona nobis pacem“ sowie die Brentano-Lieder für Sopran und Orchester op. 68 von Richard Strauss (1864-1949).

Internationale Solisten wirken mit

Mit der Kantorei wirken die internationalen Solistinnen und Solisten Marielle Murphy (Sopran, Berlin), Mareike Schellenberger (Alt, Paris) und John Holland-Avery (Bariton, York) sowie die Neue Philharmonie Westfalen. Die Leitung hat Konrad Paul, Kreiskantor des Evangelischen Kirchenkreises Münster.

„Wir befinden uns aktuell in einer fragilen politischen Situation in Europa“, sagt Konrad Paul. Darum wolle die Kantorei mit der Auswahl des Konzertprogramms bewusst ein Zeichen für Demokratie, Menschenwürde, Toleranz und Völkerverständigung setzen.

Musik aus kriegerischen Zeiten

Die Vertonung von Friedrich Hebbels Gedicht Requiem etwa komponierte Reger 1915 – mitten im 1. Weltkrieg. Das Requiem sollte damals den deutschen gefallenen Soldaten als musikalisches Mahnmal dienen. Vaughan Williams, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 150. Mal jährt, schrieb die Kantate „Dona nobis pacem“ 1936 in einer Zeit der Aufrüstung und zunehmenden Kriegsgefahr.

Karten für das Konzert sind zu 25, 15 und zehn Euro online unter apostelkirchengemeinde-muenster.de und telefonisch unter 29 30 66 00 erhältlich. Für Studierende und Schüler kosten Restkarten an der Abendkasse zehn Euro.

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