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Prozess im Missbrauchsfall Münster

Zeugenaussage belastet Sabrina K.

Münster

Sie soll gewusst haben, dass ihr Lebensgefährte ihren Sohn missbraucht – trotzdem unternahm sie nichts: Mit diesem Vorwurf ist Sabrina K. vor dem Landgericht konfrontiert. Und erneut schilderten Zeugen am Freitag eher Belastendes.

Von Dirk Anger

Sabrina K. bestreitet bislang die gegen sie erhobenen Vorwürfe der Beihilfe zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern. Foto: Oliver Werner

Zum Schluss des sechsten Verhandlungstags im Prozess gegen die Mutter des am häufigsten vergewaltigten Jungen im Missbrauchskomplex Münster wandte sich der Staatsanwalt direkt an Sabrina K.. Ob die Angeklagte der Aufforderung indes nachkommt, sich in diesem Verfahren doch noch zu den bisher bestrittenen Tatvorwürfen zu äußern, wird sich frühestens beim nächsten Termin zeigen. Am Freitag wurde die 31-Jährige jedenfalls durch Zeugenaussagen belastet, wie es scheint.

Eine Ergänzungsrichterin, die am großen Missbrauchsverfahren gegen den Münsteraner Adrian V. teilgenommen hatte, gab die Aussage eines in diesem Rahmen verurteilten Mannes wieder. Nach dessen Einschätzung soll die Mutter wohl gewusst haben, was ihr Lebensgefährte Adrian V. mit dem Kind machen würde.

Missbrauch war Thema eines Telefonats

Sabrina K. ist wegen Beihilfe zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern angeklagt. Ein Ermittler der Polizei berichtete nach den Worten von Gerichtssprecher Dr. Steffen Vahlhaus von einem aufgezeichneten Telefongespräch zwischen Adrian V. und Sabrina K.. Dabei soll es ebenfalls um Missbrauch gegangen sein.

Ein Sozialarbeiter des städtischen Jugendamtes sagte ebenfalls unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus, dass die Behörde Sabrina K. Hilfe angeboten haben soll, nachdem ihr Lebensgefährte wegen des Besitzes von Kinderpornografie angeklagt worden ist.

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