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Prozess wegen Brandstiftung

Zeugin erleidet Zusammenbruch

Münster

Ein Münsteraner soll in seiner Wohnung Feuer gelegt und damit das Leben anderer Hausbewohner in Gefahr gebracht haben. Seine ehemalige Lebensgefährtin erlitt am dritten Verhandlungstag einen Zusammenbruch.

-bm-

Landgericht Münster Foto: Friso Gentsch/dpa

Im Prozess gegen einen 39-jährigen Mann aus Münster, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, am 7. Januar 2022 vorsätzlich seine im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses gelegene Wohnung in Brand gesetzt und dabei den Tod von mindestens zwei Hausbewohnern billigend in Kauf genommen zu haben, haben in dieser Woche zwei Polizisten sowie die ehemalige Lebensgefährtin des Angeklagten ausgesagt.

Dabei schilderte ein Polizist, der das Video einer Überwachungskamera vom Haus gegenüber ausgewertet hatte, dass auf dem Video aus seiner Sicht eindeutig zu erkennen sei, dass der Angeklagte mit dem Fahrrad nach Hause gekommen sei – kurz bevor der Brand ausgebrochen war. Anschließend zeige das Video demnach auch, wie sich Menschen ins Freie retteten und die Feuerwehr ankomme. Der zweite befragte Beamte hatte seinerzeit den Ort des Geschehens nach dem Brand in Augenschein genommen.

Vernehmung abgebrochen

Nicht zu Ende geführt wurde dagegen die Befragung der ehemaligen Lebensgefährin des Angeklagten. Sie habe während der Vernehmung einen Zusammenbruch erlitten. Die Vernehmung sei daraufhin abgebrochen worden, teilte ein Gerichtssprecher mit. Ihre Aussage werde nun am kommenden Prozesstag am 1. August erwartet.

Die übrigen Bewohner des Hauses waren übrigens rechtzeitig auf den Brand aufmerksam geworden und hatten sich unverletzt ins Freie gerettet.

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