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Jongleure krönen die „Roter Hund“-Reihe

Zu Vivaldis Musik mit Bällen spielen

Münster

„Hippana.Maleta“ bot am Sonntag das letzte Erlebnis der Reihe „Roter Hund“ in diesem Jahr. Die gute Nachricht: Auch 2023 soll die beliebte Reihe mit Freiluft-Theater und Artistik weitergehen.

Von Andreas Hasenkamp

„Die vier Jahreszeiten“ als Jonglage – dargeboten vom Ensemble „Hippana.Maleta“ Foto: Hasenkamp

Bei der Performance „Tunnel“ der Kompanie „Hippana.Maleta“ handelt es sich schon um Jonglage. Aber zugleich ist es ein Tanz zu zweit, in den Bälle hineinspielen; ein Spiel mit Erwartungen, mit kleinen, Bewegungen. Gesten mit Ball, Komik und Slapstick lösen einander ab. Es ist auch ein Spiel mit dem vorgetäuschten Scheitern, wenn die Bälle herunterfallen.

Kunstvoll ist der Ball-Reihen-Regen, kreativ der Umgang mit kleinen Katapulten und einer Bank. Das Publikum mit seinen zahlreichen jungen Gästen geht mit. Hippana.Maleta bot am Sonntag das letzte Erlebnis der Reihe „Roter Hund“ in diesem Jahr.

Die zwei Akteure, Alex Al­lison aus Irland und Jonas Schiffauer aus Köln, sprechen nicht. Es geht unaufgeregt zu, Musik liefert den Rahmen oder bestimmt und dirigiert gar ihre Jonglage. So finden sich Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ in Bewegung umgesetzt. Das ist nicht die einzige Anleihe der beiden Akteure bei der Klassik, ein spanischer Komponist hat vieles für sie angepasst.

Eine positive Bilanz der drei Vorstellungen in diesem Sommer zog der Leiter des „Roten Hunds“, Bart Hogenboom, nach dem Ende der Performance – und Rufen nach „Zugabe“. Die Zahl der Zuschauer stieg von Vorstellung zu Vorstellung. Mindestens 150 seien es immer gewesen, beim zweiten Mal 250 bis 300, am gestrigen Sonntag kamen 200 Gäste – trotz bedeckten Himmels und tröpfelnden Regens in den Stunden zuvor. Angetan seien alle Gastkünstler vom Platz mit seiner Ruhe und der Atmosphäre.

„Wir freuen uns, wenn viele Kinder da sind“, sagt Jongleur Jonas Schiffauer, da spricht ihn eine ältere Dame an, Stammgast beim „Roten Hund“: „Es war wieder ein Vergnügen – es tut mir so gut.“ Nächstes Jahr komme der „Rote Hund“ wieder, hat Hogenboom den Gästen versprochen.

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