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Ermittlungen führen nach Österreich

Zwei weitere Festnahmen im Missbrauchsfall Münster

Münster

Die Ermittlungen im Missbrauchsfall Münster gehen weiter - und führen nun auch nach Österreich. Ein 44-Jähriger und ein 24-Jähriger wurden bereits Anfang Dezember festgenommen. Beiden wird teils schwerer sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen. 

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Gemeinschaftliche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, der Staatsanwaltschaft Köln, der Landespolizeidirektion Oberösterreich und der Polizei Münster führten zur Festnahme zwei weiterer Männer. Foto: dpa (Symbolbild)

Im Missbrauchsfall Münster hat es weitere Festnahmen gegeben. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die die Polizei Münster gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Köln, der Staatsanwaltschaft Klagenfurt sowie der Landespolizeidirektion Oberösterreich herausgegeben hat. Die Spur der Ermittler hat demnach nach Österreich geführt. Intensive Ermittlungen der zuständigen Ermittlungskommission Rose hätten dazu geführt, dass Anfang Dezember zwei Männer im Alter von 44 und 24 Jahren festgenommen werden konnten.

Wie es in der Mitteilung heißt, sind Kriminalbeamte aus Münster auf einem Handy des im Missbrauchsfall Münster Hauptbeschuldigten Adrian V. auf Bilder gestoßen, auf denen Missbrauchshandlungen eines bis dahin unbekanntes Mannes zum Nachteil eines ebenfalls unbekannten Jungen zu sehen waren. „Den Ermittlern gelang es zusammen mit dem Landeskriminalamt Oberösterreich in Linz, sowohl den unbekannten Mann als auch das Kind zu identifizieren“, heißt es in der Mitteilung weiter.

44-Jährigen wird schwerer sexueller Missbrauch vorgeworfen

Bei dem Beschuldigten handele es sich um einen 44-jährigen Mann aus Kärnten. Es bestehe der dringende Verdacht, einen heute zehn Jahre alten Jungen aus seinem Bekanntenkreis mehrfach und zum Großteil schwer sexuell missbraucht zu haben. Die Taten sollen sich in der Zeit von März 2019 bis Dezember 2020 ereignet haben. Der 44-Jährige soll die Missbrauchshandlungen gefilmt und fotografiert haben, um sie dann in Chats, unter anderem mit dem 27-jährigen Adrian V. aus Münster, zu verbreiten.

Bei der Ermittlungen durch das Landeskriminalamt Oberösterreich und durch das Landeskriminalamt Kärnten verdichteten sich die Hinweise gegen einen 24-jährigen Bekannten aus Deutschland. Auch er wird verdächtigt, den gleichen jungen schwer sexuell missbraucht zu haben. „Die beiden 24 und 44 Jahre alten Männer werden beschuldigt, den heute zehnjährigen Jungen im selben Zeitraum gemeinschaftlich schwer sexuell missbraucht zu haben“, heißt es in der Pressemitteilung.

Männer sollen Neunjährigen missbraucht haben

Durch die Ermittlungen in Österreich konnte ein weiterer Tatverdacht gegen beide Beschuldigte bestätigt werden. Danach missbrauchten beide Beschuldigte unabhängig voneinander außerdem einen jetzt neunjährigen Jungen im gleichen Tatzeitraum. Das Kind stamme aus dem Bekanntenkreis der Beschuldigten.

In den polizeilichen Vernehmungen räumten die beiden Beschuldigten die ihnen vorgeworfenen Taten ein. Mittlerweile wurde gegen beide Männer Untersuchungshaft verhängt.

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